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Neues Jahr, neue Vorsätze! Wir hoffen, ihr seid gut ins Neue reingerutscht. Egal ob 2017 euer Gründungsjahr werden soll oder ihr euer bereits gegründetes Startup auf den nächsten Level heben wollt: Kleine Optimierungen unserer Arbeitsweise können über das Jahr gesehen große Erfolge erzeugen.

Wir haben hier einige Tipps für 2017 zusammen gestellt, die euch einzeln oder auch in Kombination einen Produktivitäts-Boost geben können.

Oldie, but Goldie: Nutzt euren Kalender!

Der Kalender ist euer bester Freund in 2017. Was nicht im Kalender steht, existiert nicht. Klingt abgedreht? Hilft aber ungemein. Wenn euer Kalender (oder zumindest eure Verfügbarkeit) öffentlich sichtbar ist, dann könnt ihr so verhindern, dass euch von außen Zeit genommen wird.

Der Kalender ersetzt keine Todo-List oder Projektmanagement-Tools. Ihr haltet in ihm fest, was ihr wann für wie lange tun werdet. So verhindert ihr, euren Tag viel zu voll zu packen und könnt besser auf Unvorhergesehene reagieren. So könnt ihr sowohl in die Zukunft planen, als auch in der Vergangenheit kontrollieren, was ihr geleistet habt.

10 Minuten für einen klaren Kopf

Eine der hilfreichsten Gewohnheiten, die du in deinen Tag integrieren kannst, dauert zwei Mal 10 Minuten:

  • 10 Minuten morgens um den Tag zu planen: Du legst die 3 wichtigsten To-Dos fest und trägst sie in deinen Kalender ein. Und ganz wichtig: Du blockst damit die Zeit, die du brauchst.
  • 10 Minuten am Abend lässt du den Tag Revue passieren: Was ist gut gelaufen, wo gab es Probleme, wie kannst du sie lösen, was musst Du in die nächsten Tage einplanen?  Wem hast du heute geholfen und wer hat dir geholfen? Und für die Morgen-Planung: Was ist wichtig und bringt dich deinem Ziel näher. Hat sich das aktuelle Ziel verändert?

Plant diese 5 Minuten morgens und abends in eurem Kalender ein!

Nehmt euch die Zeit!

Einen Fehler, den ich oft an mir selbst beobachtet habe: Es wird nur Zeit eingeplant für Tätigkeiten, an denen andere Menschen beteiligt sind.

Blockt euch Zeit im Kalender für die Aufgaben, die ihr alleine erledigen wollt:
Entwickeln, recherchieren, schreiben, designen, lernen, lesen, Pause machen usw.

Was ihr nicht einplant passiert in vielen Fällen auch nicht.

To-Do Liste für lästige Tätigkeiten

Eine tägliche  To-Do Liste braucht ihr eigentlich nicht mehr, denn ihr habt ja alle relevanten Tätigkeiten mit Termin und Dauer im Kalender. Was aber doch immens helfen kann ist eine eine To-Do Liste für die kleinen lästigen Aufgaben, für die ihr weder Konzentration noch Kreativität benötigt. Aufgaben, die ihr erledigen könnt, wenn ihr mal einen Durchhänger oder Leerlauf habt:

Aufräumarbeiten aller Art (Keller, Mailbox, Office), Organisatorisches, Daten erfassen, Steuer erledigen und so weiter.

Entscheidet im Voraus

Ein Freund von mir ist Pilot und erzählte mir neulich von „Canned Decisions“ die Piloten im Briefing vor jedem Flug treffen. Entscheidungen aus der Dose also: Wann ein Startvorgang abgebrochen wird. Wohin im Falle eines Falles ausgewichen wird. Welche Route für einen zweiten Landeanflug gewählt wird usw.

Der Sinn dahinter: Wenn ihr in eine Situation geratet, die eure volle Konzentration benötigt, könnt ihr diese vorbereiteten Entscheidungen aus der Dose holen und euch voll und ganz auf die Situation fokussieren.

Ähnliche Beispiele sind die Garderoben von Mark Zuckerberg und Barrack Obama: Beide haben fast identische T-Shirts bzw. Anzüge im Schrank hängen, denn: Entscheidungen kosten täglich Willenskraft, die für jeden Menschen limitiert ist. Je weniger nutzlose Entscheidungen ihr also im Laufe des Tages treffen müsst, desto mehr Willenskraft bleibt für die wichtigen Dinge übrig.

Macht es euch leichter und bereitet eure Entscheidungen für eure Klamotten, eure Mahlzeiten und eure Zeitplanung vor, damit ihr möglichst wenig ad hoc entscheiden müsst. So bewahrt ihr euch Willenskraft für die wichtigen Dinge.

Done is better than perfect

Ja, der Spruch ist in etwa so abgedroschen wie „Fail often, fail fast, fail cheap“. Das liegt einfach daran, dass viel wahres dran ist. 80% reichen in der Regel völlig aus, um eine Testversion zu launchen. Schau, dass du fertig wirst, statt eine perfekte Lösung abzuliefern. Von diesem Ausgangspunkt kannst du durch Kundenfeedback weiter entwickeln und verbessern.

Netzwerkt täglich

Schreibe eine Mail, ruf jemanden an, triff Dich auf einen Kaffee. Erweitere oder verbessere Dein Netzwerk. Und sei nützlich dabei. Überlege vorher, welchen Mehrwert du den entsprechenden Personen aus deinem Netzwerk bringen kannst. Aber sprich auch offen und ehrlich an, wie dir andere Personen helfen können. Je eindeutiger du deine Bitte formulierst, desto einfacher machst du es anderen Menschen, dich zu unterstützen.

Fokus mit Musik

Höre Musik bei der Arbeit. Für kreative Aufgaben kannst du dir neue Songs aussuchen oder eine interessante Playlist reinziehen. Wenn du dich konzentrieren willst, hilft es, ein und denselben Song immer wieder auf Repeat zu hören. Klingt langweilig? Soll es auch sein! Mit der Zeit lenkt dich die Musik nicht mehr ab sondern schafft dir den auditiven Tunnelblick, der dir zu mehr Fokus verhilft.

Wichtig, damit du dich fokussieren kannst: Zeit für ungestörtes arbeiten einplanen, in der dich niemand stört. Siehe Kalender.

Bewegung

Plane regelmäßige Bewegungspausen ein. Möglichst alle 60-120 Minuten. Um sicher zu gehen, kannst du dir auch hier 5-10 Minuten Blöcke im Kalender frei halten. Nach einem anstrengenden Meeting oder 2 Stunden konzentriert im Entwicklertunnel brauchen Körper und Hirn etwas Abwechslung, Sauerstoff und Lösen von der verkrampften Sitzhaltung.

Raus und nen kleinen Spaziergang machen – gerne auch ein Meeting auf einen kleinen Gang draußen terminieren, wie es Steve Jobs gerne gemacht hat. Geht mit 2-3 Leuten ganz hervorragend. Für kurze Bewegungsunterbrechungen:Fenster auf und Kniebeuge, Liegestütze, Büro-Yoga, Stretching oder was immer deine Muskeln kurz auf Touren bringt. Danach arbeitest du deutlich produktiver weiter.

Übrigens: So viel wie wir auf den Bildschirm starren solltest du dabei auch etwas für deine Augen tun: Die Muskeln im Auge müssen sich sehr beim fokussieren auf einen festen Punkt in der Nähe anstrengen. Alle 60 Minuten mal in die Ferne schauen für 1 bis 2 Minuten entspannt auch deine zwei wichtigsten Werkzeuge neben den 10 Fingern und dem Eiweißcomputer zwischen den Augen.

Erweitere deinen Horizont

Ganz gleich, welche Lösung ihr mit eurem Startup schaffen wollt: In den meisten Fällen kombiniert ihr verschiedene Lösungen aus unterschiedlichen Richtungen zu einem neuen Produkt. Je weiter du über den Tellerrand schaust: In andere Branchen oder Disziplinen, desto mehr Möglichkeiten siehst du, um euer Produkt einzigartig und besser zu machen.

Finde den besten Ansatz und verknüpf die Tipps nach und nach

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und denke darüber nach, welcher Tipp dir in der aktuellen Situation am meisten nutzen wird und warum. Baue ihn neu in dein Jahr 2017 ein. Kannst du zwei oder drei Gewohnheiten verbessern, die du bereits nutzt? So wirst du schnell eine Verbesserung feststellen und freue dich über jede kleine Verbesserung, die du feststellen kannst,

Diskutier mit uns auf Facebook und erzähl uns von deinen besten Tipps um 2017 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen!

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