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Jemand der das Internet of Things (IoT) versucht zu erklären, versucht dies nicht ohne den berühmten Kühlschrank. Der funkende, clevere, begeisternde Kühlschrank. Der Kühlschrank, den keiner mehr sehen und hören kann, noch bevor man ihn das erste mal überhaupt gesehen hat.

IoT ist lange nicht so einseitig wie dieser eine Kühlschrank. Für diesen Beitrag wurden Foren, Blogs und Magazine durchforstet, um fünf wesentliche Bereich zu indizieren, die das Internet of Things berühren, revolutionieren und neu definieren wird.

I. Smart Learning

Online-Education via Skype-Seminare und aufgezeichneten Vorlesungen ermöglicht unzähligen Menschen in abgelegenen Regionen einen Zugang zu Wissen und Bildung, der vorher undenkbar war. Sehr fortschrittlich und komfortabel – vor 5 Jahren.

Prinzipien wie, Skalierung, Customizing oder das lebenslange Lernen, können in dieser Form nicht umgesetzt werden. Durch IoT lernt ihr und das Device. Es beginnt zu verstehen, wie der Anwender funktioniert, wie schnell er begreift und wo seine Schwächen und Stärken liegen.

II. Smart Consumption

Seit seiner Gründung hat das US-Unternehmen EVRYTHING Milliarden von Gegenständen an das Netz gebunden. Wie dieser Forbes-Bericht zeigt,  integriert das Startup auch Kleidung in das IoT. Durch Scannen eines QR-Codes auf dem Kleidungsstück eröffnen sich dem Verbraucher unfassbar viele neue Möglichkeiten.

Wie pflege ich das Hemd angemessen? Wo und unter welchen Umstände wurde das Produkt fabriziert? Was kann ich passend dazu anziehen? Selbstverständlich lässt sich dieses Prinzip auch auf alle anderen Konsum-Artikel ausbreiten.

III. Future Jobbing

Vor weniger als 40 Jahren konnte man sich nicht vorstellen durch etwas Immaterielles Geld zu verdienen. Eine Entlohnung steht dir dann zu, wenn du etwas produziert hast. Jetzt transformiert sich die Dienstleistungsgesellschaft zu einer Informationsgesellschaft. Akteure produzieren Wertigkeiten von Milliarden Dollar, indem sie Cloud-Dienste anbieten und Algorithmen kodieren.

Containerhafen, die sich ohne eine Handbewegung selbst verwalten, Maschienen, die ihre eigenen Ersatzteile nachbestellen und Autos, die auf Wunsch vom Hoteleingang in die Tiefgarage und wieder zurück fahren, werden Chancen und Wege für neue Berufe bereiten.

IV. Smart Home

IoT ermöglicht nicht nur neue Berufe, sondern erschließt ganze Industriezweige. Die eigenen vier Wände werden neu definiert.
Was mit dem Ein- und Ausschalten von Heizungen und dem Hoch- und Runterfahren von Jalousienen aus 100 km Entfernung begann, nimmt momentan ungeahnte Dimensionen an. Das KogniHome, ein Forschungsprojekt des CITEC Bielefeld forscht an Küchen, die sich Rezepte für die Low-Carb bzw. Massephase ausdenken. Gaderoben, die auf Basis der Wetterdaten Kleidungsvorschläge machen und Spiegel, die die verspätete U-Bahn anzeigen. Das Haus wird einen IQ haben und für euch mitdenken.

V. Smart Cities

Bereits 2014 lebten 54% der Weltbevölkerung in urbanen Regionen. Diese Zahl wird weiterhin stark ansteigen, sodass eine überwältigende Mehrheit in Ballungsgebieten wohnen wird.
Städte in ihrer jetzigen Verfassung werden den Zuzug nicht verkraften können (siehe die neue Welle der Feinstaubverschmutzung in Neu Dehli).

Mülleimer, die nur dann geleert werden, wenn sie ein Signal in einer Cloud absetzen (Philadelphia), LED-Straßenbeleuchtung, die nur dann aufleuchtet, wenn sie eine Bewegung registriert (San Diego) und Verkehrsampeln, die bedarfsgerecht auf den aktuellen Verkehr reagieren und keinen vorprogrammierten Mustern folgen (Düsseldorf), werden das Leben in Städten mit durchschnittlich mehreren Millionen Einwohnern regulieren. Städte, in denen wir leben werden.

Bild-Credit: Photo by Anna Dziubinska | Unsplash