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Letzte Woche gab Vodafone den Start eines neuen Förderprogramms bekannt, das vor allem Startups aus dem Internet of Things (IoT) unterstützen soll. Das Telekommunikationsunternehmen ist längst nicht das einzige, das sich mit IoT befasst. Wir stellen die wichtigsten Acceleratoren aus diesem Bereich vor.

Vodafone Uplift

Startupförderung ist für Vodafone keine ganz neue Disziplin, doch bisher war der Konzern thematisch ziemlich breit aufgestellt. Viel Zeit wurde daher mit Sichten und Prüfen der Bewerber verbracht, nicht genug mit der eigentlichen Umsetzung der Projekte. Mit der Konzentration auf das Internet of Things soll das jetzt anders werden. Gesucht werden Jungunternehmen aus aller Welt mit einer gesicherten Finanzierung und mindestens einem funktionierenden Prototypen oder einer vertriebsfähigen Lösung. Vodafone Uplift, so heißt der in Düsseldorg beheimatete Accelerator, bietet dafür ein Netzwerk mit 60 Millionen verbauten SIM-Karten in IoT-Geräten und zahlreichen Vertriebspartnern. Finanzielle Unterstützung wird es dagegen nur im Ausnahmefall geben.

SAP IoT Startup Accelerator

Mitten in Berlin, am Hackeschen Markt, hat SAP seinen Data Space eingerichtet. Der ist Heimat des IoT Startup Accelerators und bietet seit Dezember 2016 bis zu zehn Unternehmen aus dem Internet der Dinge Platz zur Entfaltung. Bewerber bieten idealerweise Lösungen an, die mit der SAP-Welt kompatibel sind. Eine weitere Voraussetzung ist ein Team mit mindestens zwei Gründern. Geboten wird ein dreimonatiges Programm, das geballte Know-how des Softwaregiganten und dessen großer Kundenstamm. An dessen Bedürfnissen sollen sich die Teilnehmer des Accelerators orientieren. Markttauglichkeit ist also von Beginn an ein wesentliches Aufnahmekriterium. Von Finanzierungen und der Abgabe von Unternehmensanteilen ist dagegen nicht die Rede.

Ericsson IoT Accelerator Platform

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt sich hier nicht um einen Acceleratoren im engeren Sinn, also ein Förderprogramm, für das man sich bewerben kann. Trotzdem ist die Plattform in manchen Fällen auch für Startups nützlich. Ericsson bietet dort nämlich Lösungen zu Themen wie Datenmanagement und Analyse, Abrechnungsdienste, Endgerätemanagement sowie Anbindung- und Vernetzungsdienste. Das alles in Form einer Software as a Service mit einem entsprechenden Abrechnungsverfahren. Bezahlt wird nur, was tatsächlich genutzt wird. Startups können sich so auf ihr spezifisches Geschäftsmodell konzentrieren und dieses auf dem Marktplatz präsentieren, der Teil der der Plattform ist. Dort lassen sich Geschäftsbeziehungen anbahnen und Kooperationen schließen. Ein wesentlicher Pluspunkt von Acceleratoren, ein erfolgversprechendes Netzwerk, ist also auch hier vorhanden. Bestes Beispiel: Im Mai 2017 hat sich Microsoft dem 2016 gestarteten Projekt angeschlossen.

Microsoft Accelerator Berlin

Stichwort Microsoft: Dieser Großkonzern unterhält natürlich auch seinen eigenen Accelerator, sogar an sieben Standorten weltweit. Einer davon ist Berlin. Seit September läuft dort ein viermonatiges Programm, das sich an B2B-Tech-Startups in der Expansionsphase richtet. Das Internet of Things ist dabei nur ein Thema, andere Zukunfstbranchen wie künstliche Intelligenz, Machine Learning, Mixed Reality, Big Data oder Blockchain haben dort ebenfalls Platz. Im Vordergrund des Microsoft Accelerators steht das Wachstum und die nachhaltige Weiterentwicklung der Startups, etwa durch den Kontakt zu neuen Kunden und Partnern. Darüber hinaus erhalten die teilnehmenden Startups eine Gutschrift in Höhe von 500.000 € zur Nutzung der Clouddienste von Microsoft Azure. Ansonsten gilt auch hier: niemand muss Anteile abgeben, dafür fließt auch kein Kapital.

hub:raum

In einer Liste mit Vodafone und Ericsson darf auch die Deutsche Telekom nicht fehlen. Ihr Programm heißt hub:raum und firmiert als Inkubator, was bedeutet, dass es sich an Startups richtet, die ganz am Anfang stehen. Seit 2012 gibt es hub:raum in Berlin, Krakau und Tel Aviv. Wie bei Microsoft ist die Initiative thematisch breit aufgestellt, das Internet of Things gehört auf jeden Fall dazu. Der Inkubator steht im Wesentlichen auf den vier Säulen Investment, Co-Working Space, Mentoring und Zugang zur Telekom und ihren Experten. Mehr als 200 Startups haben schon teilgenommen, über 20 ein Investment erhalten. hub:raum veranstaltet regelmäßig Events, zu denen auch die eintägige IoT Academy gehört.