Er ist der einer der erfolgreichsten Startup-Investoren weltweit und gilt im Silicon Valley als Koryphäe. Die Rede ist von keinem geringeren als Peter Thiel, der als Erster in Facebook investiert und zuvor PayPal gegründet hat. Wer ist dieser Mann und was macht ihn so erfolgreich? Wir haben die Persönlichkeit Peter Thiel untersucht und nennen im Folgenden fünf seiner Erfolgsrezepte.

Peter Thiels Werdegang kurz umrissen: 1967 in Frankfurt am Main geboren. Als er ein Jahr alt war, wanderten seine Eltern in die Vereinigten Staaten aus. Dort studierte er Philosophie und Jura an der Stanford University. Im Jahre 1998 lernt er den Informatiker Max Levchin kennen, mit dem er PayPal gründet und 2002 an eBay verkauft. Heute beschäftigt PayPal 16.800 Mitarbeiter mit einem Jahresumsatz von 9,25 Mrd. US-Dollar. Das Forbes Magazin nahm Peter Thiel 2014 in die Midas Liste der bedeutendsten High-Tech-Investoren auf. Dort belegte er Platz 4 mit 2,2 Milliarden US-Dollar Vermögen.

1. Sei der Entrepreneur deines Lebens und kein Fake Entrepreneur
„Du hast die Freiheit, Dinge zu tun, die du für richtig hältst. Lebe die Freiheit, jederzeit das tun zu können, was dir besonders Spaß macht, um deinen persönlichen Lebensweg zu ebnen.“, sagte Peter Thiel auf einer Gründerkonferenz. Mit diesem Satz spornte er jene an, die aus dem Hamsterrad herauskommen möchten. Wenn jemand gut ist in dem was er tut und sehr viel Leidenschaft besitzt, wird er auch Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt damit bestreiten können. Was Entrepreneure vermeiden sollten ist, nur nach Reichtum und Bekanntheit zu streben. „Wenn jemand ein Unternehmen startet, dann sollte er ein wichtiges Problem lösen, unabhängig davon, ob es For-Profit oder Nonprofit ist.“

2. Deine Leistung muss in einer Sache einzigartig und gut sein 
Jedes Startup muss sich vor steigendem Wettbewerb in der eigenen Branche beweisen. Die kritische Frage dabei ist, wie man sich von anderen am besten unterscheidet. Gleichzeitig ist der Fokus auf die eigenen Stärken immens wichtig. Peter Thiel vergleicht es gerne mit großen und weltweit erfolgreichen Technologieunternehmen: „Sie alle bieten eine Sache, in der sie signifikant besser sind als alle anderen auf der ganzen Welt. Wenn du ein Unternehmen gründest, solltest du dir immer die Frage stellen, was du besser kannst als alle anderen.“

3. Ziele auf ein Monopol
Während der Chicago Ideas Week vor ein paar Jahren sprach Thiel zum Publikum: „Mit einem einzigartigen Unternehmen bist du als Startup oder Entrepreneur am Ende derjenige, der trotz Mitstreiter keinen wirklichen Wettbewerb zu befürchten hat, weil sich die Idee grundlegend von den anderen unterscheidet. Wenn du wie verrückt im Wettbewerb stehen möchtest, dann eröffne am besten ein Restaurant in Chicago.“ Er vergleicht seine Aussage mit der Existenz von Google oder Microsoft, die unglaublich viel Umsatz hatten in den letzten 12 Jahren nach ihrer Gründung, weil sie keine echten Mitbewerber hatten.

4. Trends werden überbewertet
Genau wie Elon Musk hält Peter Thiel wenig von Trends. Jedes Jahr werden seiner Meinung nach mit zu vielen neuen Trends konfrontiert. Für Peter Thiel sind Trends wie Big Data, Cloud Computing, Bildungssoftware oder Software-as-a-Service überbewertet. „Wenn du diese Begriffe hörst, solltest du so schnell wie möglich weglaufen, weil es an einen Schwindel erinnert. Der Grund ist, dass Menschen, die diese Buzzwords benutzen, nur bluffen – wie beim Poker. Das Unternehmen unterscheidet sich dann nicht von anderen, weil sie sich in der gleichen Kategorie befindet und eine schlechte Idee verfolgt, getrieben von den Buzzwords. “

5. Halte dich nicht mit der Vergangenheit auf
Scheitern gehört für Peter Thiel dazu. Wichtig ist, dass man als Gründer weiter macht und an sich glaubt. „Das Problem in Westeuropa ist, dass Scheitern unmöglich ist. Wer einmal scheitert, kann nie wieder von vorne beginnen. Das Gegenteil wird in Kalifornien gelebt, wo Menschen zu leichtsinnig mit dem Thema Scheitern umgehen. Wenn etwas nicht klappt, ist es eine immense psychische Belastung für den Einzelnen. Es dreht sich dann immer um die gleichen Fragen: Die Idee war schlecht, du hattest die falschen Personen im Team, es war kein Monpol oder das Timing war schlecht. Wichtig ist, dass man weiter macht und sich nicht mit der Vergangenheit aufhält.“

Foto © YouTube (Screenshot vom 06.05.16 – Peter Thiel: Going from Zero to One)