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Der Co-Founder von Echometer, Jean Michel Diaz, gibt das Erste einer Serie an Interviews mit ehemaligen Teilnehmern der Founders Foundation Academy. Künftig planen wir regelmäßig Gründer der vergangenen beiden Academies zu interviewen und sie für euch auf Struggles und Erfolge zu durchleuchten.


Echometer

Echometer wird von Jean Michel und vier weiteren Co-Founder vorangetrieben. Zusammen entwickelten sie, so wie viele andere, ein Browser-basiertes HR-Tool. Der Unterschied: Dieses Tool sammelt Daten, wertet sie aus und zeigt dem Anwender konkrete Handlungsvorschläge auf.
Folgendes Problem? Folgende Lösung!

 

1. Wie kamt ihr darauf, euer Produkt zu erstellen, was ist die Entstehungsgeschichte?

Die Idee haben wir im Rahmen der Founders Academy 2016 entwickelt. Wir haben uns zuerst mit einem relativ breiten Themenfeld auseinandergesetzt. Aus diesen Themen haben wir dann geschaut, wo sich tatsächlich Marktchancen ergeben könnten. Durch das Feedback von anderen Gründern haben wir dann nach und nach Themen ausgeschlossen bis wir eine “short list” hatten. Digitale Mitarbeiterbefragungen war ein Thema dieser short list. Also haben wir uns näher mit dem Themenfeld Organisationskultur auseinandergesetzt und haben tatsächlich ein paar wesentliche Features gefunden, die es bisher auf dem Markt nicht gibt.

2. Wie seid Ihr vorgegangen um mit eurem Produkt zu starten?

Nachdem wir uns bereits ausführlich mit dem Thema Organisationskultur und Mitarbeiterbefragungen auseinandergesetzt haben, haben wir einen Mockup gebaut, also eine Designstudie, die zeigt, wie das Produkt einmal aussehen könnte. Mit diesem Mockup konnten wir potentiellen Kunden einen Eindruck vermitteln, was wir vorhaben. Gerade bei komplexen Lösungen ist es ein super wichtiger Erfolgsfaktor, seine Idee greifbar zu machen – das ist uns durch den Mockup gelungen.

3. Wie groß ist das Business-Potenzial für euer Produkt und wie habt ihr das herausgefunden?

Das Potential ist riesig. Es gibt bereits einige Startups aus den Staaten, die schon einiges an Funding für ähnliche Projekte gesammelt haben. Es ist also nicht so, dass wir mit dem Thema Mitarbeiterbefragungen auf einem sehr exotischem Markt unterwegs wären. Ganz im Gegenteil: Das Thema Mitarbeiterzufriedenheit & -Engagement wird immer wichtiger.
Naheliegend ist natürlich erstmal der Bezug zum Mittelstand in OWL, damit wir direkt vor Ort Fuß fassen können. Darüber hinaus sehen wir für Echometer weiteres Potential in ganz Deutschland, Europa und eigentlich auch weltweit.

4. Was ist das Business-Modell hinter Eurer App – wie werdet Ihr Geld verdienen?

Echometer ist ein Webservice, also eine SaaS-Lösung. Unternehmen zahlen eine Gebühr pro Mitarbeiter pro Jahr.

5. Wie seid Ihr auf die Mehrwert-Funktionen gekommen, die Euer Produkt von anderen hervorhebt?

Nach der Entscheidung in diesem Markt tätig werden zu wollen standen wir genau vor der Herausforderung. Also haben wir uns angeschaut, was eigentlich das Problem ist, was wir versuchen zu lösen und haben für uns formuliert, dass wir dem Management eines Unternehmens nicht nur Umfrageergebnisse, sondern aussagekräftige Analysen als Grundlage für Handlungsempfehlungen bereitstellen wollen. Aus dieser Zielsetzung ergeben sich unzählige Möglichkeiten Informationen intelligent miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Im Kern geht es darum, die Komplexität von Organisationskultur wieder auf ein Minimum zu reduzieren, um es einfach verständlich zu machen.
Der zweite Punkt, den wir bisher bei anderen Lösungen vermissen ist die Einbeziehung der Mitarbeiter. Als Mitglieder einer Unternehmenskultur spielen die Mitarbeiter eine genauso wichtige Rolle, um das Arbeitsklima zu verbessern. Das ist ein weiterer Punkt, den wir mit in Angriff nehmen wollen.

6. Für welche Technologie zur Umsetzung habt Ihr Euch entschieden und warum. Muss bei der Zielgruppe eine bestimmte Technologie oder Endgeräte eingesetzt werden?

Echometer ist Browser-basiert. So können wir alle Endgeräte und damit eine maximale Zielgruppe erreichen.

7. Könnt Ihr erzählen, welche Schritte als nächstes kommen?

Aktuell sind wir dabei aus dem Mockup einen funktionalen Prototypen zu bauen, mit dem wir erste Case Studies mit Pilotkunden fahren können. Aus den dadurch gesammelten Erfahrungen werden wir dann das Produkt weiter verbessern und es zur Marktreife bringen.

8. Was hat Euch die Academy gebracht?

Die Academy bietet eine optimale Vernetzung unter den Gründern und eine tolle Community in der man sich hilft. Darüber hinaus gab es viel wertvollen und praxisorientierten Input zum Gründen. Beides zusammen ist genau das was man braucht, um seine Ideen umzusetzen!

9. Welche Tipps würdet Ihr Gründern aus eurer bisherigen Erfahrung mitgeben?

Aus unserer Erfahrung ist es am besten, sich ein von den Fähigkeiten her diversifiziertes Team zusammenzustellen und dann gemeinsam zu “bootstrappen”. Das bedeutet, dass man sein Produkt aus eigenen finanziellen Mitteln und kostenminimiert so weit es geht zu entwickelt und versucht in dieser Phase auch schon erste Kunden zu finden. Das hilft einem auf der einen Seite herauszufinden, ob man die nötige Ausdauer hat und gleichzeitig ist man so in einer bestmöglichen Ausgangslage für ein mögliches Investment: Man hat bereits einen Prototypen entwickelt und hat im besten Fall bereits erste Kunden oder zumindest positives Feedback aus dem Markt.

10. Wo könntet Ihr noch Unterstützung gebrauchen, was sucht Ihr gerade (Personal, Ressourcen, Investoren), worauf wir im Artikel hinweisen können?

Aktuell sind wir auf der Suche nach Pilotkunden für Casestudies. Darüber hinaus freuen wir uns aber auch über jegliches Feedback oder Austausch zu den Themen Organisationskultur, Mitarbeiterengagement und Online-Befragungen.