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In den kommenden Wochen wollen wir uns hier verschiedene Startup Ökosysteme anschauen, von ihnen lernen, wie ein solches Ecosystem aufgebaut wird und welche Fails vermieden werden sollten. Als Netzwerk für Gründer und Gründerinnen in Ostwestfalen-Lippe verstehen wir uns auch gleichzeitig als Beobachter, Teil und Gestalter des Ökosystems.

Was ist ein Startup-Ökosystem?

Klar, das prominenteste Beispiel ist das Silicon Valley. Wir haben uns hier auch bereits mit Israel und Estland als Ökosysteme beschäftigt.

Per Definition besteht ein Ecosystem aus Menschen und Organisationen wie:

  • Gründer und Gründungswillige
  • Interessierte, die in Startups arbeiten wollen
  • Startups, der verschiedenen Stadien
  • Universitäten aus denen fachlicher Nachwuchs ins Ökosystem kommt und Forschung betrieben wird
  • Mittelständische Unternehmen, die als erste Kunden vor Ort fungieren
  • Große Companies, die internationale Geschäfte machen
  • Mentoren, Advisors und Experten, die Gründer fördern und unterstützen
  • Investoren und VC, die Kapital und Know-how einbringen
  • Accelerators und Incubators, die ihren Selbstzweck in der gezielten Förderung und Entwicklung der Startups sehen
  • Organisationen wie Behörden, Militär, Kommunen die Rahmenbedingungen schaffen, aber auch als Kunden in Betracht kommen aber auch CoWorking Spaces und Event Locations, in denen genetzwerkt werden kann
  • Politik, die Rahmenbedingungen schafft und beim Aufbau des Netzwerkes unterstützt

Die Aufgaben im Startup Ökosystem

Die verschiedenen Beteiligten übernehmen bewusst oder unbewusst die unterschiedlichsten Aufgaben:

Das übergeordnete Ziel für alle ist dabei: Die Region zu entwickeln und zu stärken. Neue Impulse, Know-how, Tech und Ideen ebenso ins Ecosystem zu bringen wie neues Kapital und High-Potentials, die dort arbeiten oder selber gründen wollen.

Für Gründer und Startups ist es natürlich die höchste Priorität, ihr Unternehmen aufzubauen und voran zu bringen.

Unternehmen in der Region können sich attraktive Netzwerkpartner, Innovation und neue Business Models versprechen.

Organisationen wollen in der Regel die Rahmenbedinungen verbessern, interessante Themen hinzugewinnen und Stärken der Region weiter entwickeln. CoWorking-Spaces schaffen beispielsweise die Möglichkeiten an attraktiven Standorten zusammen zu arbeiten, kreative und innovative Menschen zu bündeln und so als Anlaufpunkt für die traditionelle Wirtschaft und Politik zu fungieren.

Das schöne ist: Die Ressourcen eines Startup Ökosystems wachsen in der Regel, je stärker sie in Anspruch genommen oder im Netzwerk geteilt werden.

Je diverser und besser das Ecosystem aufgestellt ist, desto schneller kann es auf externe Impulse (negativer wie positiver Natur) reagieren. Seien es disruptive Technologie-Entwicklungen, tief greifende Marktveränderungen oder Verschiebungen im Finanzumfeld.

Und auch einzelne Startup Ökosysteme können gezielt zusammen arbeiten. So haben wir in Ostwestfalen-Lippe neben den Klassikern Berlin, San Francisco und Israel bsw. Verbindungen in die Ecosysteme Barcelona, Dänemark und Portugal.

In den kommenden Wochen werden wir uns verschiedene Startup-Ökosyteme anschauen. Interessiert ihr euch für ganz bestimmte? Lasst es uns wissen!

Dive Deeper

Startup Commons hat ein umfängliches Whitepaper zum Thema Startup Ecosystem veröffentlicht.

Dieser Talk von Valto Lokkanen von GrowVC gibt in 20 Minuten einen sehr guten Einstieg ins Thema How to build a Startup Ecosystem:

Artikelbild: Benjamin Combs on Unsplash