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Gestern ging die Technologiemesse CES in Las Vegas zu Ende. Aussteller aus aller Welt präsentierten dort Neues, Nützliches und manchmal ziemlich Verrücktes. Wir stellen fünf Innovationen vor, die das Smart Home und das Internet of Things bereichern könnten.

Der schwebende Lautsprecher

Der südkoreanische Elektronikriese LG verblüffte mit einer Innovation, die wie ein Zaubertrick anmutet: dem schwebenden Lautsprecher (siehe Bild oben). Er hält seine Position über einer sogenannten Levitation Station dank starker Elektromagneten. Der Lautsprecher ist selbstverständlich auch kabellos und soll nicht nur optisch, sondern auch mit einem 360-Grad-Raumklang überzeugen. Wenn nach etwa zehn Stunden der eingebaute Akku zu schwächeln beginnt, senkt sich das Gerät auf die Levitation Station und lädt dort wieder auf. Die Musik spielt währenddessen weiter.

Der freundliche Haushaltsroboter

kuri

Foto Mayfield Robotics

Kuri heißt der Roboter, mit dem das kalifornische Startup Mayfield Robotics die Wohnzimmer erobern will. Laut Herstellerangabe kann Kuri Zusammenhänge verstehen und seine Umgebung erkennen, ebenso bestimmte Menschen. Er reagiert auf Fragen mit einer Art Mimik, Kopfbewegungen und lustigen Robotergeräuschen. Eingebaut ist unter anderem eine Kamera, die zur Kontrolle von Kindern oder Haustieren genutzt werden kann. Auch als Lautsprecher ist er geeignet, er folgt seinem Nutzer mit Musik oder Nachrichten durch die Wohnung und liest den lieben Kleinen eine Gutenachtgeschichte vor. Kuri ist bestückt mit Sensoren, die verhindern, dass er irgendwo gegen rempelt, lässt sich mit anderen Smart Home-Geräten verbinden und fährt eigenständig zu seiner Ladestation, wenn die Energie knapp wird. Mayfield Robotics gehört übrigens zu einem Startup-Programm der Robert Bosch North America Corporation.

Der smarte Handschuh

Und noch eine Erfindung aus Südkorea. Die Firma NEOFECT hat mit RAPAEL eine Art Handschuh entwickelt, der bei der Heilung von Verletzungen der Hand helfen soll. Das Gerät, das mit jedem Finger und dem Handgelenk einzeln verbunden wird, verfügt über eine Reihe von Sensoren, die jede Bewegung registrieren. Die Daten gehen an eine App, mit der sich verschiedene Videospiele spielen lassen. Dabei führt der Patient automatisch Aktionen durch, die den Heilungsprozess vorantreiben und die Hand wieder voll funktionsfähig machen. Das Video oben zeigt einige Beispiele.

Die Unterwasser-Drohne

PowerRay

Foto: PowerVision

Wer sagt denn, dass Drohnen nur fliegen können? PowerVision, ein Unternehmen mit Sitz im Silicon Valley sowie in Peking und Helsinki, hat mit PowerRay auf der CES eine Unterwasser-Version vorgestellt. Die schwimmende Drohne ist mit einer Kamera und optional Sonar ausgestattet und soll vor allem Anglern helfen Fischschwärme aufzuspüren. Sensoren liefern zusätzliche Infos beispielsweise zu Wassertiefe und -temperatur. Aber auch für eine Reise durch die Unterwasserwelt ist das Gerät geeignet, für alle, die nicht tauchen können oder wollen. Mit einer 3D-Brille wird das zu einem echten Erlebnis.

Die Nase für den Kühlschrank

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Bild: Screeshot von aryballe-technologies.com

Kühlschränke, die automatisch Milch nachbestellen, und ähnliche Späße gehören seit jeher zum Repertoire von Smart Home. Auch bei der CES waren wieder einige Geräte ähnlicher Art zu sehen, und nach wie vor stellt sich die Frage, wer das braucht. Das französische Startup Aryballe Technologies hat sich da etwas ausgedacht, was wirklich nützlich sein könnte. Die NeOse registriert nämlich buchstäblich, wenn etwas faul ist. Konzipiert ist die Erfindung primär für gewerbliche Kunden, die zum Beispiel größere Mengen Lebensmittel in Kühlräumen lagern und über den Geruch ermitteln wollen, ob die Ware noch frisch ist. Die Geruchserkennung lässt sich aber auch in vielen anderen Bereichen einsetzen; besonders hilfreich ist sie für Menschen, deren Geruchssinn gestört ist. Ein entsprechendes Gerät für Privatpersonen ist in der Entwicklung.

Die Grafik oben zeigt grob, wie NeOse funktioniert. Mit einem Miniventilator werden Geruchsmoleküle angesogen (1.). Die Moleküle gelangen dann in eine Kammer (2.) und treffen dort auf einen chemischen Sensoren (3.). Eine LED-Lampe sorgt für Licht (4.), während eine Kamera die optische Signalübermittlung aufzeichnet (5.). Die Ergebnisse werden an eine interne Datenbank geschickt und analysiert (6.).

Bild ganz oben: LG