Es gibt so einige Möglichkeiten, wo du dein erstes Unternehmen auf die Beine stellen kannst. Bei dir zu Hause am Schreibtisch, bei Muttern in der Küche oder gemeinsam mit anderen in der Uni-Mensa. Klar, geht alles. Du kannst natürlich auch gleich ein richtiges Büro anmieten, wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist. Und dann?

Viele erfolgreiche Gründer berichten aus ihrer Zeit als Startup darüber, dass ihnen die Einsamkeit am meisten zu schaffen gemacht hat. Du sitzt da mit 1.000 guten Ideen, musst sie ganz alleine ordnen und einordnen, abwägen und bewerten, fallen lassen oder aufheben. Fast schon dramatisch, wenn niemand in der Nähe ist, mit dem du dich darüber austauschen kannst.

Es hat also absolut seine Berechtigung, dass so viele Gründer einen Großteil des Tages in Cafés verbringen. Bloß raus! Dahin, wo Menschen sind, wo man gemeinsam denken und reden kann. Wer da als Gastronom von Anfang an verstanden hat, worum es ging, hat mit einem schnellen und offenen (!) WLAN die Basis gelegt für das, was wir heute Co-Working nennen.

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St. Oberholz Co-Working: hipper Treffpunkt mit freiem WLAN, Snacks und frischen Säften auf zwei hellen Etagen in früherem Burger King © Founders Foundation

Wir waren von der Founders Foundation jetzt in Berlin und haben uns dort zwei der wichtigsten Locations für Startups angeschaut. St. Oberholz und Factory Works. Beide gelten als Referenz dafür, was Co-Working ausmacht: Coole Standorte, durchdachte Infrastruktur, modular aufgebaute Mietmodelle, jede Menge Gleichgesinnte. Mit einem Café haben beide längst nicht mehr viel gemeinsam. Guten Kaffee gibt’s aber immer noch! Und es wirkt: Nicht nur Sound Cloud und Hello Fresh haben dort ihre ersten Business-Pläne aufs Papier gebracht.

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Deutschlands größter Startup Campus in Berlin. Hier wachsen Startups mit ihren eigenen Ideen © Factory Works GmbH

Diesen Geist, etwas Großes anzufangen und auch zum Erfolg zu bringen, kannst du in beiden Locations richtig gut spüren. Mittlerweile sind die Etagen fürs gemeinsame Arbeiten in sich geschlossene Einheiten mit Rezeption, Besprechungsräumen, Aufnahmekabinen, Chill-Lounges und IT-Rundumversorgung. Wer möchte, kann hier auch seine Postadresse für sein Startup haben. Hunderte Gründer nutzen all diese Möglichkeiten mittlerweile und arbeiten im kreativen Schwarm.

Co-Working – das ist heute eine Kultur des neuen Arbeitens mit innovativen Ansätzen und einem hohen Grad an Kollaboration. Und das Beste ist: Genau so einen Ort gibt es bald auch Co-Working in Bielefeld! 

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