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Drohnen machen spannende Videoaufnahmen aus der Luft, inspizieren Gebäude und fliegen Pakete durch die Gegend. Drohnen können aber auch Leben retten! Das Bielefelder Startup Third Element Aviation arbeitet in Kooperation mit der Non-Profit-Organisation Definetz e.V. an einem Drohnen-basierten, automatischem externen Defibrillator (AED) System: dem Defikopter.

Das innovative Projekt, einem System aus Hangar, UAV und AED, das sich vollautomatisch per LTE-Modem steuern lässt, bietet schnelle und effiziente Hilfe bei Herzinfarkten und kann im Notfall Leben retten. Denn bei einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Sekunde. Innerhalb von 10 Minuten sinken die Überlebenschancen um 10 Prozent pro Minute. Nach fünf Minuten ohne Reanimation tritt bereits ein irreversibler Hirnschaden auf.  Dies ist gerade in dünn besiedelten Gebieten ein großes Problem. Denn während Städte in der Regel gut mit AEDs ausgestattet sind, fehlt in ländlichen Gebieten diese Infrastruktur oft komplett.

An dieser Stelle kommt der Defikopter ins Spiel. Mit bis zu 100 km/h kann die Drohne mit dem integrierten AED in einem Radius von über 10 km bei fast allen Witterungsverhältnissen zuverlässig zur Unfallstelle gelangen. Selbst Regen oder starker Wind stellen kein Problem da. Am Ziel angekommen, wirft die Drohne den Defibrillator automatisch mit einem Fallschirm ab. Der kann dann direkt zur Ersten Hilfe verwendet werden, noch bevor die alarmierten Rettungssanitäter eintreffen. So kann der Defikopter im Hinblick auf die Flächenversorgung die Rettungskette ergänzen. Eingebaute Schnittstellen ermöglichen, dass der Defikopter einfach in bestehende Erstehilfe-Infrastrukturen integriert werden kann, Live-Bilder vom Einsaztort liefert und mehr.

„Jedes Jahr sterben in Deutschland 100.000 Menschen an den Folgen des plötzlichen Herztods. Mit dem Defikopter schaffen wir einen kritischen Zeitvorteil, der den Unterschied zwischen Leben und Tod machen kann. Und das ist für uns eine ganz große Motivation!“ Bei der Anwendung des Defikopters legen die Entwickler viel Wert auf die Aspekte Sicherheit und  Benutzerfreundlichkeit. Der Defibrillator kann von den Nutzern unkompliziert über den Notruf angefordert werden und wird daraufhin vollautomatisch mit einer Hochgeschwindigkeit-Drohne zur Unfallstelle gebracht. Redundante Systemkomponenten und ein Server-Backend zur Überwachung von Flügen gewährleisten dabei höchste Sicherheit.

Mehr zum Projekt findet Ihr unter www.definetz.eu und www.3rd-element.com