Schweigen ist Silber und die richtige Kommunikation das Gold eines Unternehmens.

Schließlich nützt das beste Produkt, das coolste Marketing und die schönste Website nichts, wenn die Kommunikation zum und mit dem Kunden nicht stimmt. Das erkennen auch immer mehr Gründer und Startups, wie Ann-Christin Schmitt alias „Frau Schmitt schreibt“ berichtet. Die gebürtige Bielefelderin hat sich als Texterin und Textberaterin in Berlin selbstständig gemacht und weiß, worauf es bei einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie ankommt.

Kommunikation – das klingt so einfach

Schließlich schreiben und reden wir doch jeden Tag, wozu dann überhaupt eine Strategie? „Man kann sehr viel über Sprache erreichen, doch das ist uns häufig überhaupt nicht klar oder wir nehmen es nicht wahr. Sprache wirkt sehr unterbewusst“, erklärt Ann-Christin. Die wichtigste Basis ist daher Authentizität und Ann-Cathrin kennt den Schlüssel dazu: „Um authentisch zu kommunizieren, muss man sich zunächst über sich selbst bewusst sein und wissen, wofür man steht und was die Zielgruppe gerne möchte.“

Generell sollten sich Unternehmer dort tummeln, wo auch ihre Kunden sind und ihnen gut zuhören sowie Fragen stellen. „Unglaublich viele Leute machen sich einfach keine Gedanken darüber, wer die Zielgruppe ist“, stellt Ann-Christin immer wieder fest. „Es ist enorm wichtig zu wissen, wen man überhaupt ansprechen möchte, wo die Kunden Bedarf haben und wo ich mit meinem Produkt oder meiner Dienstleistung ansetzen kann.“

Gute Texte, schlechte Texte

Doch was macht eigentlich einen guten Text aus? „Wenn er die Zielgruppe erreicht, ihre Schmerzpunkte gut aufgreift und den Leser dort abholt, wo er gerade steht“, sagt Ann-Christin Schmitt. „Ein Text muss gut verständlich sein. Er muss einen gewissen Mehrwert bieten – und sei es nur eine nette Unterhaltung. Und ich finde es immer schön, wenn ein Text Bildwelten aufmacht, viele Synonyme und schöne Adjektive verwendet werden.“

Und eine weitere Frage treibt jedes Startup oder Selbstständigen immer wieder um: Was nun, die Leute duzen oder siezen? „Es kommt wie immer ganz auf die Zielgruppe oder Branche an. Das Sie wirkt leicht distanziert, das Du sehr persönlich und nah“, erklärt Ann-Christin Schmitt. „Am Ende muss man sich auch selber damit wohlfühlen und es einfach mal austesten. Ich finde ohnehin, dass man viel mehr bei seiner Zielgruppe nachfragen kann. Die Kunden möchte man letztendlich doch erreichen und es ihnen so angenehm wie möglich machen.“

Some extra time & die KISS-Technik

Ein weiterer Tipp von Profi Ann-Christin, wenn es um eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie geht, ist das allseits bekannte und doch oft vernachlässigte KISS-Prinzip – Keep It Short and Simple. „Wichtig ist, dass Deine Zielgruppe dich und dein Produkt versteht“, fasst Ann-Christin zusammen. Und das bedeutet, man sollte auf einfache Sprache und Worte setzen sowie auf einfache Ideen – und nicht meinen, man müsse wahnsinnig literarische Meisterwerke kreieren oder das Rad neu erfinden.

Und wer überhaupt nach den passenden Worten für sich und sein Business ringt, dem empfiehlt Ann-Christin Wortwolken zu kreieren. „Ich schreibe einfach alle Wörter auf, die ich mit mir selbst und meinem USP assoziiere. Diese notiere ich dann unter „Do“. Danach überlege ich, welche Wörter und Begriffe das überhaupt nicht widerspiegeln. Diese packe ich dann auf die „Don’t“-Seite“, erklärt Ann-Christin. Hier dürfen auch gerne Freunde und Bekannte mit ihren Einfällen zur Rate gezogen werden. Am Ende hat man eine Liste mit den passenden Worten zur Hand, mit der man während des Schreibens abgleichen kann, ob man auch die passenden Worte verwendet.

Stets sehr nützlich sei es zudem, sich den Text laut vorzulesen und dabei zu beobachten, ob er gut verständlich ist und wie er auf einen wirkt. Und natürlich lohnt es sich auch hier, eine eventuelle Hemmschwelle zu überwinden und andere um ein Feedback zu bitten. Denn Kommunikation rules!

 

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