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Über Twitter ist ja durchaus schon die eine oder andere Erfolgsgeschichte geschrieben worden. Im November twitterte Ole Wintermann vom Digital Workplace Meetup in Berlin, Sabrina Donnerstag vom Spitzencluster It’s OWL in Paderborn twitterte: „Sowas wäre doch in OWL auch mal schön“ und ich twitterte: „Na dann lass uns doch mal machen.“

So fand am Montag nach 2 Planungstreffen und viel Slack-Arbeit in der Founders Foundation der erste ostwestfälische Ableger des Digital Workplace Meetup statt.

Sebastian Borek begrüßt das OWL Digital Workplace Meetup

Sebastian Borek begrüßt das OWL Digital Workplace Meetup im Coworking Space der Founders Foundation

Über 40 Gäste hatten sich trotz des ersten Frühlingsabends in den Coworkingspace eingefunden und unter dem Hashtag #OWLmeetup, das als Überbegriff für alles Digitale in der Region steht, tauschten wir uns beim ersten Treffen zum Thema Zukunft der Arbeit aus. Alexander Kluge, der auch das Berliner Meetup als Moderator begleitet, hielt den roten Faden für den Abend in der Hand.

Die Themen des ersten #OWLmeetup

Ole Wintermann führte zunächst mit Zahlen, Daten, Fakten in das Thema Zukunft der Arbeit ein. Wichtigste Erkenntnisse: In Deutschland herrscht noch eine Menge digitaler Analphabetismus, unsere Unternehmen können laut Bitkom besonders gut faxen und die perfekte Definition für Zusammenarbeit lässt sich von der Zusammenarbeit bei Jägern und Sammlern ableiten.

Danach durfte ich ran und aus meiner eigenen Sicht als Vater einer 16 Monate alten Tochter die Zukunft der Arbeit ganz subjektiv beleuchten. Gut, dass ich als Stütze Star Trek und 10 Thesen dabei hatte, mit denen ich versucht habe klar zu machen, dass Digital eine Haltung ist.

Randy McFarland von Diebold Nixdorf stellte die Ergebnisse des Pilotprojekts Arbeit 4.0 in der Smart Factory  mit papierloser Fertigung des Herstellers von Geldautomaten vor.

Kai Breiter gab uns einen Einblick wie bei Hettich die Produktion und Lagerhaltung automatisiert wird. Bis hin zum Lagerroboter, der die Gabelstapler ablöst. Hier begann die eigentlich für 2018 geplante Digitalisierung bereits 2015 an zu greifen.

Danach hatten wir noch eine gute halbe Stunde eine spannende Diskussion mit den Gästen darüber, ob Skandinavier wegen der Smartphones oder der Natur glücklicher sind, wie Betriebsräte mit der Digitalisierung umgehen und wie Digitalverweigerer überzeugt werden können.

Dies war übrigens auch eine wichtige Erkenntnis des Abends:

Was hat das ganze mit Startups zu tun?

Jede Menge! Von der Meetup-Plattform, durch die das Ganze entstanden ist und der Location mal abgesehen, sind Startups natürlich ganz maßgeblich an der Entwicklung der Zukunft der Arbeit beteiligt. Einerseits durch ihre Unternehmenskultur und andererseits durch ihre Produkte, Apps und Plattformen. Doch auch die beteiligten Unternehmen tragen durchaus Startup-DNA in sich:

Disruptor des Banken-Business könnte sich Diebold Nixdorf bsw. auch mit Recht nennen. Das Unternehmen gehörte in Deutschland zu den ersten Herstellern von Geldautomaten, die einen wesentlichen Teil der damaligen Aufgaben von Bankmitarbeitern automatisierten.

Hettich als Traditions-Hersteller von Beschlägen für Möbel mit weltweit knapp 6000 Mitarbeitern erscheint auf den ersten Blick nicht besonders Startup-nah. Schaut man sich aber an, wie in der Produktion bereits digital gearbeitet wird und welches Potenzial in IoT-Lösungen für den Hersteller liegt, könnte sich hier für Startups ein interessantes Betätigungsfeld ergeben.

Ich für meinen Teil bin stolz, dass wir es gestern mit dem Hashtag #OWLmeetup dank der versammelten Gästeschaft unter die Trending Topics geschafft haben. Auch wenn das Hashtag durchaus Raum für Potterpretationen bot – aber damit können wir Ostwestfalen leben:

 

Den gesamten Abend in Tweets könnt ihr euch hier auf Storify noch einmal anschauen: