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Für Roland Draier, einem der Gründer von topocare, ist die Situation bemerkenswert: „Wir sind mit dem klassischen Maschinenbau gestartet!“. Das Unternehmen hat hierzu eine weltweit einzigartige Deichbaumaschine entwickelt, die schnell eine Hochwasserbarriere aufbauen kann. Hierzu wird automatisch ein sandgefüllter Geotextilschlauch verlegt. Durch die Beschäftigung mit dem Thema Hochwasser hat topocare jetzt eine weitere Innovation hervorgebracht und seinen ersten großen Kunden für das hieraus entstandene Produkt gefunden! 

Bei dem Produkt handelt es sich um eine digitale Simulationsumgebung mit der die Logistik- und Aufbauprozesse für einen mobilen Schutz simuliert werden können. So können Kommunen die benötigten Zeiten und Kapazitäten z.B. zum Aufbau eines Sandsackwalls ermitteln. Fragt man, wie sie auf die Idee gekommen sind, so spürt man gleich die Begeisterung für das Thema. Simon Jegelka aus dem Gründungsteam antwortet so: „Wir haben uns zu Anfangs mit der Maschinentechnik befasst, dann aber schnell gemerkt, dass der Hochwasserschutz ein riesen Potenzial für weitere Innovationen birgt. Vieles wird seit Ewigkeiten auf dieselbe Art und Weise gelöst, so das sich oftmals neue Ideen ergeben, die wir weiterverfolgen.“ Das die Möglichkeiten der Digitalisierung bislang kaum genutzt wurden machen sich die Gründer dabei zunutze. Auch ist es hilfreich, aus einem ganz anderen Betätigungsfeld zukommen. „Denn guckt man von außen auf das Thema fallen einem ganz andere und unter Umständen bessere Lösungsmöglichkeiten ein.“, so Draier. Sich aus seiner Fachdisziplin zu lösen und ohne Scheu mit neuen Themen zu befassen, hat schon oft zu Innovationen geführt!

Mit der PLATHO getauften Software, welches für „Planungstool Hochwasserschutz“ steht, können Kommunen jetzt flexibel auf Hochwasser reagieren. Die Stadt Köln wurde durch einen prototypischen Test zum Kunden. Wie auf schneller oder langsamer steigende Rheinpegel zu reagieren ist steht hier im Vordergrund. Früher wurde oftmals die Altstadt bei Hochwassern überschwemmt. Mit dem System lässt sich jetzt beispielsweise entscheiden, wie viele Helfer ausrücken müssen, um das stadteigene mobile Wandsystem aufzubauen.

Auch für andere Städte sei dies relevant. Den nicht nur um dynamisch reagieren zu können ist das System interessant, sondern auch um eine erstmalige Einschätzung zu erlangen, ob überhaupt genug Zeit für eine Reaktion vorliegt, kann ermittelt werden. So legen sich viele Kommunen zwar Sandsäcke auf Lager, wissen aber oftmals gar nicht, was bei welchem Ereignis zu tun ist. Das bereits vorliegende Interesse anderer Städten bestätigen die Gründer und lässt mehr erwarten!

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