Startup-Spirit @ ESG Gütersloh: Schüler des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums entwickeln erste Gründungs- und Startup-Ideen

Ein Escape Room im Gymnasium, eine App, die den Besuch von Veranstaltungen erleichtert, Techniknachhilfe für Senioren oder die Vermessung des eigenen Körpers, damit die online-bestellte Kleidung noch besser passt – im Rahmen des Projektes „Startup ESG“ entwickelten Schülerinnen und Schüler des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums Gründungsideen.

„Mit dem Projekt möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern unternehmerisches Denken näherbringen. Vielleicht bekommen sie durch das Projekt sogar Lust, ein eigenes Unternehmen zu gründen“, meint ihr Lehrer Mario Bolte. Bei einem Meetup tauschten sich die Schüler mit erfolgreichen Gründern zu ihren Ideen aus und erhielten wertvolles Feedback. „Ich bin begeistert, welche Ideen hier entstanden sind“, meint Anna Niehaus, Gründungsberaterin der pro Wirtschaft GT, die das Projekt unterstützt hat.

Mehrere Teams aus dem Fach WMK (Wirtschaft Medien Kultur) entwickelten Ideen, die im Rahmen von Schülerfirmen umgesetzt werden. Die Schülerfirma „SeniTechNa“ möchte Senioren Techniknachhilfe anbieten. „Wir nutzen das Handy täglich und finden uns darauf intuitiv zurecht. Dieses Wissen können wir an ältere Menschen weitergeben und Kurse anbieten“, erklärt Courtney Horch die Geschäftsidee. Feedback erhalten sie dabei von der Unternehmerin Sabine Flöttmann.

Die Schülerfirma ESGAPE plant wiederum ein besonderes Freizeitangebot in den Räumlichkeiten des Gymnasiums einzurichten. „Ein Escape Room ist ein Rätsel- und Abenteuerspiel, bei dem eine Gruppe in einem Raum eingeschlossen wird und in einer festgelegten Zeit Hinweise finden oder Rätsel lösen muss, um sich zu befreien – natürlich beaufsichtigt“ erklärt Daniel Pschibilski das Game.

Marius Mischke und Pia Kevekordes entwickelten neben ihrem Unterricht gleich mehrere Gründungsideen. So stellten sie die Idee einer App vor, die es Menschen erleichtert, sich zu Veranstaltungen oder Konzerten zu verabreden, zu treffen und beispielsweise die Anreise in Fahrgemeinschaften zu organisieren. „Ich könnte mir mehrere Lösungen vorstellen, wie sich eine solche App finanzieren kann, z.B. über Werbeanzeigen oder vielleicht Provisionen von Veranstaltern auf Ticketverkäufe“, rät Alexander Martinschledde, Mentor des Teams und Gründer von Lokalpioniere, den Schülern. Er entwickelt eine Plattform für City-Apps wie DeinGütersloh.

Sein „Lean Startup“ – Tipp an die Nachwuchs-Startups: „Testet eure Ideen schnell am Markt. Wir tendieren dazu, Ideen sehr perfektionistisch auszuarbeiten und erst dann zu präsentieren. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, das Angebot früh anzubieten und dann das Feedback von Kunden bei der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen.“

 

Bildzeile: Diskutierten ihre Gründungsideen: vorne Daniel Pschibilski, Courtney Horch, Pia Kevekordes und Marius Mischke vom ESG Gütersloh, hinten: Jungunternehmer Lara Farwick (enra), Alexander Martinschledde (Lokalpioniere), Sabine Flöttmann (feine Dinge) und Lena Farwick (enra).