[vc_row][vc_column][vc_column_text]

Okay, du willst ein Unternehmen gründen? Hast dir alles Mögliche ausgemalt, wie es nach vorne geht? RICHTIG SO! Und die Fallstricke? Ja, irgendwie dumm, aber Anschiss lauert an jeder Ecke.

Was alles schief laufen kann bei Startups, darum ging es bei der FuckUp Night OWL in Paderborn. Gestern zum zweiten Mal. Diesmal waren rund 100 Neugierige im Technologiepark Paderborn dabei. Vor allem Studis. Aber eben nicht nur: Geschäftsleute und Selbständige standen vorne und haben davon erzählt, wie sie bei der Unternehmensgründung so richtig in die Grütze gegriffen haben.

Einer von ihnen: Christoph Meironke. Er hat vor Jahren zusammen mit einem Kommilitonen „studylife“ gegründet. Ein Soziales Netzwerk. Damals war StudiVZ bereits am Markt. Was damals noch keiner wissen konnte: Facebook sollte später mit seinem rasanten Aufstieg StudiVZ und so manche andere Netzwerke richtig niedermähen.

FuckUp_Night_in_Paderborn_Christoph_Meironke

Christoph Meironke berichtet über „studylife“

Christoph berichtet darüber, dass studylife an zu vielen Features gescheitert ist. Zu viele Ideen, zu viele Irrwege. Bumms. 2008 hat er dann seine Internetagentur in Paderborn gegründet, die wabsolute GmbH. Heute mit mehr als 20 Mitarbeitern. Fokus und Themen und Zielgruppen gefunden. Vor allem mittelständische Unternehmen. „Wenn du als Student ein Startup gründest, ist das am einfachsten“, sagt Christoph. Keine großen Verpflichtungen. Du hast vor allem nicht die große Verantwortung, die mit dem Alter, mit Familie und so kommt. Stichwort Knete: „Ich habe damals einfach mal sechs Monate ohne irgendwelche Einkünfte gelebt.“ Für einen Moment wird es ganz leise bei den Gästen…

Rednerwechsel. Sebastian Borek von der Founders Foundation erzählt über seine Zeit in New York. Das Jahr 2000, da standen die Türme noch. Sebastian und zwei Mitstreiter gründeten da cardmine.com. Irgendwie schon eine coole Idee: cardmine.com hat Duftstreifen auf Postkarten geklebt, und die Kunden konnten diese weltweit mit einer persönlichen Nachricht verschicken. Und YESSSSSSSIR: Fünf amerikanische Investoren haben dafür glatt einen siebenstelligen Betrag auf den Tisch gelegt. Für rund 10 Prozent der Anteile an cardmine.com. Hammer, oder? Okay, blättern wir kurz im Kalender: 2000, das war so ungefähr vorm Platzen der Dotcom-Blase…Ja, damals hat das noch geklappt mit einem Businessplan, der rund 150 Millionen US-Dollar Umsatz in fünf Jahren erwartet. Irgendwie crazy…So what! Ging letztendlich in die Hose. Und am Ende Sebastians Message: „Verkaufe Investoren keine Wachstums-Story, die du selber für unrealistisch hältst. Such dir ne echte Marktlücke mit echter Nachfrage!“

FuckUp_Night_in_Paderborn_Sebastian_Borek

Sebastian erzählt über sein ehemaliges Startup cardmine.com

Zum Schluss noch Oliver Vorwick von neam IT-Services GmbH im Technologiepark Paderborn. Der Laden läuft, aber das war nicht immer so. Oliver erzählt davon, wie er zweimal fast in die Insolvenz geschlittert ist. Grund war nicht nur die gnadenlos teure Markenanmeldung von 100.000 Euro (alter Schwede!), weil ein anderes Unternehmen bereits die Marke gesichert hatte. Es ging auch um jede Menge Überstunden, die er und sein Team geleistet hatten – allerdings ohne Einnahmen durch Kunden, aber dennoch bestens entlohnt. „Irgendwann hat dann unser Steuerberater darauf hingewiesen, dass das für uns bald die Pleite bedeutet“, so Oliver. Heute controlled er jeden Arbeitsschritt, um keine Leerstunden bezahlen zu müssen.

FuckUp_Night_in_Paderborn_Oliver_Vorwick

Ein Markenstreit kostete Oliver Vorwick 100.000 Euro

FuckUp? Aber so richtig – oder zumindest fast! Ganz große Klasse, dass auch diesmal wieder Unternehmer den Hintern in der Hose hatten, ihre Fehler auszuplaudern. Zumindest diesen Quatsch muss jetzt keiner wiederholen! Die nächste FuckUp Night OWL ist in Herford im Denkwerk.

Ach so, und noch das: Vor dem Abend in Paderborn ging das Gerücht, dass Stefan Effenberg, gerade erst der neue Ex-Cheftrainer des SC Paderborn, als Überraschungsgast zur FuckUp Night kommt. Es blieb beim Gerücht…

Fotos: © David Westermann & Tobias Ulmer

[/vc_column_text][vc_empty_space height=“10px“][vc_gallery type=“flexslider_slide“ interval=“0″ images=“6284,6281,6282,6283,6289,6290,6296,6291,6292,6293,6297,6294,6295,6298″ img_size=“1440×706″ onclick=““][/vc_column][/vc_row]