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Besonders VC gebackte Founder sind überarbeitet, gestressed und unterbezahlt sagt eine Studie unter 70 australischen Startups, die KPMG dort durch geführt hat. Dabei liegt die Arbeitszeit der Startups mit 64 Stunden sogar noch in der Mitte zwischen den für normale Arbeitnehmer üblichen 40 Stunden und den typischen 80 Wochenstunden im Silicon Valley.

„…Stress und mangelnde geistige Gesundheit können den Geschäftserfolg gefährden. Es ist entscheidend für Gründer nicht ausgebrannt zu sein, lange bevor ihr Startup eine Chance auf Erfolg hat“.

Die Hälfte der befragten Gründer gaben an, so hart wie möglich in den vergangenen 3 Monaten gearbeitet zu haben, mit einem Screen schlafen gegangen und direkt nach dem Aufwachen gecheckt zu haben. 56% entspannen aktiv weniger als eine Stunde am Tag. Obwohl 43% sagten, unglücklich über ihre mangelnde Fitness zu sein, sahen es 71% als akzeptabel an, dafür ihr eigenes Business aufbauen zu können.

88% der Gründer ist klar, dass sich ihre physische Gesundheit direkt auf den Erfolg ihre Unternehmens auswirken kann. Trotzdem schaffen es nur 26% mehr als 4 Stunden in der Woche mit sportlicher Aktivität zu verbringen.

Die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance wurde sogar mit 8 von 10 Punkten angegeben.

Und das obwohl 7 von 10 der Gründer deutlich weniger verdienen als in ihrem vorigen Job. Verstehen sie doch ihren Verzicht als lebenswichtig für ihre Company.

Ein Startup zu gründen ist eben eine Unternehmung mit hohen Risiken auf der einen Seite, aber auch mit  einem hohen Grad an Erfüllung auf der anderen Seite. Nur wenige Aufgaben sind befriedigender als täglich neue Probleme zu lösen, seinem Ziel und seiner Vision ein Stück näher zu kommen.

Übrigens:

Noam Wasserman, Professor für Clinical Entrepreneurship und Autor von The Founder’s Dilemmas fand in einer weiteren Studie heraus, dass 65% der Startup-Fails nicht auf Probleme mit dem Produkt oder Marketing zurückzuführen sind. Vielmehr liegen die Gründe fürs Scheitern im ineffektiven Management und Streitereien der Gründer.

Aber eines ist auch klar:

Wer ausgeschlafen, fit und gesund ist, der läuft viel weniger in die Gefahr des ineffektiven Handelns und ist auch weniger gereizt und zofft sich deswegen mit seinen Co-Foundern.

In diesem Sinne: Tut, was ihr tun müsst (und wollt). Aber gebt gut auf euch acht!

Die Studie Fitness, fulfillment and foresight könnt ihr euch hier ansehen.

Artikelbild –  Jordan McQueen on Unsplash