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Firmen, die von ihren Gründern geführt oder beraten werden, sind erfolgreicher als andere, sagt eine Studie. Tausend Dollar Startkapital. Mehr hatte Michael Dell nicht, als er 1984 sein Unternehmen in einem Studentenwohnheim gründete. 32 Jahre später ist Dell Multimilliardär und sein Konzern drittgrößter PC-Hersteller weltweit. Nach Jahren im Aufsichtsrat, sitzt Dell wieder im Chefsessel.

Legt man die Ergebnisse einer Studie der Purdue’s Krannert School of Management zugrunde, wird sich das auszahlen. Demnach sind Unternehmen erfolgreicher, in denen die Gründer noch Einfluss nehmen. Sei es als CEO, Vorstandsmitglied, Eigentümer oder Berater. Ist der Gründer CEO, werden zum Beispiel 31 Prozent mehr Patente angemeldet. Bei der Untersuchung von 500 S&P-Unternehmen kam heraus, dass gründergeführte Unternehmen eher mutige Investitionen tätigen. Auch die Beratung Bain & Company kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Sind der Gründer oder seine Geschäftsprinzipien noch präsent, sind Unternehmen erfolgreicher. Laut Chris Zook, Mitautor der Untersuchung, hat der Gründer mehr Leidenschaft für seine Produkte und liebe das Detail. Das treibe auch die Mitarbeiter an. Außerdem trage der Gründer die persönliche Verantwortung für Kosten und Risiken.

So wie auch Dell: Auf Tablet und Smartphone hatte sein Konzern lange Zeit keine Antwort. 2013 kaufte er sein Unternehmen für rund 25 Milliarden Dollar zurück. 2015 übernahm Dell für 67 Milliarden US-Dollar den Speicherspezialisten EMC, um sich konkurrenzfähiger zu machen. Der größte Tech-Deal aller Zeiten. Ob es langfristig reicht, den Konzern wieder an die Spitze zu bringen, ist noch offen. Immerhin ist Dell für den Unternehmenserfolg jetzt wieder allein verantwortlich, fast so wie damals im Studentenwohnheim.

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