Events, News, Sales-Offer und Jobs deiner Stadt gesammelt in einer App. Das Startup von Academy-Veteran Alexander Martinschledde etabliert sich in der Branche der Lokalhändler, jedoch nicht als Konkurrent, sondern als unterstützendes Tool. Unter der Marke „Lokalpioniere“ wird dem Verbraucher der Content zusammengestellt, der sich in seiner unmittelbaren Umgebung befindet und ich interessiert. Das Startup entwickelt sich zu voller Zufriedenheit, mittlerweile sucht Alexander sogar Azubis, die er im Bereich Marketingkommunikation ausbilden kann.

1. Die Idee

Wir bilden lokale Interessengemeinschaften in Klein- und Mittelstädten unter einer zentralen Marke und verbinden diese über digitale Features, unserer Online-Plattform und nativen Apps mit dem lokalen Handel. Unsere Ausrichtung ist SoLoMo das heißt Social, Local, Mobile. Lokalpioniere soll den Einzelhändlern der Region ermöglichen, sich auf der mobilen Plattform mit minimalem Aufwand und maximaler Reichweite zu präsentieren.

2. Wie kamt ihr darauf, euer Produkt zu erstellen, was ist die Entstehungsgeschichte?

Die Entstehungsgeschichte begann in Rheda-Wiedenbrück mit dem Projekt „Mein Rheda-Wiedenbrück“. Wir fragten uns 2012 warum es in einer Kleinstadt nicht möglich ist, eine übersichtliche Plattform für den Handel zu gestalten um jeder Zeit zu erfahren, welche Angebote der Einzelhandel und die Dienstleister in meiner mikrolokalen Umgebung bieten. Nach dem Grobkonzept und ersten Gesprächen mit Multiplikatoren die unsere Idee für gut befanden legten wir los.

3. Wie seid Ihr vorgegangen um mit euerem Produkt zu starten?

Zunächst haben wir das Business Model als Konzept niedergeschrieben. Dieses Konzept haben wir Leuten erklärt, die mit der Materie bislang nicht viel zu tun hatten. Unser Plan löste Fürsprechen und Begeisterung aus. Wir warteten nicht länger und entwickelten eine zentrale Marke und Web-Plattform und verknüpften diese nach einiger Zeit mit einer eigenen App. Wichtig wurde dann der Sales Apparat und der Reichweitenaufbau.

4. Wie groß ist das Business-Potenzial für euer Produkt und wie habt ihr das herausgefunden?

Wir haben der Idee in Rheda-Wiedenbrück solange Zeit gegeben bis wir Marktsicherheit erlangen konnten. Dies war für uns das Signal im slow grow Prinzip zu expandieren. Nach der Expansion in zwei weitere Städte haben wir uns entschlossen das Business-Modell zu erweitern und unsere Infrastruktur als Franchisesystem zur Verfügung zu stellen. Somit schafften wir dutzende Entrepreneure mit eigenen City-Apps mit einem gigantischen Potential.

5. Was ist das Business Model hinter Eurer App – wie werdet Ihr Geld verdienen?

Für die Präsenz der Unternehmen auf den Apps, die unsere Features wie die „Unternehmensvorstellung“, „lokale Vorteile“ oder „Job-Inserate“ oder „Push-Notifications“ nutzen fällt eine monatliche Gebühr an.

6. Wie seid Ihr auf die Mehrwert-Funktionen gekommen, die Euer Produkt von anderen hervorhebt?

Die Erfahrung mit den Kunden und Nutzern am Markt hat uns die Mehrwert-Funktionen beschert. Durch das Bestehen am Markt haben sich auf Nutzer und auf Kundenseite neue Bedürfnisse und somit Features ergeben. Somit entwickelten wir nicht wild in die Zukunft sondern hielten Schritt mit dem lokalen Handel. Wir haben die Features somit maßgeschneidert zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt und entwickeln nur die Features, die der Markt wirklich benötigt und fordert.

7. Für welche Technologie zur Umsetzung habt Ihr Euch entschieden und warum. Muss bei der Zielgruppe eine bestimmte Technologie oder Endgeräte eingesetzt werden?

Wir setzen auf native Apps und bieten zusätzlich seit der neuen Version eine mobil-optimierte Web-Plattform. Uns ist das Benutzergefühl sehr wichtig, die Leute sollen Spaß haben lokal über unsere Apps nach News, Veranstaltungen, Jobs oder Unternehmen zu stöbern. Des weiteren bieten uns die nativen Apps den Vorteil in Zukunft Beacons und persönliche Push-Nachrichten Abonnements am Markt auszurollen. Unser Verwaltungssystem haben wir selbst programmiert.

8. Könnt Ihr erzählen, welche Schritte als nächstes kommen?

Seit dem August 2016 haben wir das Büro in Bielefeld bezogen. Wir werden zum Sommer unseren zweiten Azubi für Marketingkommunikation einstellen. Dieses Jahr werden wir uns strukturieren, es wird ein zentralsystem gebaut um Updateroutinen aller Rollouts zu beschleunigen und Entwicklungssprints zu realisieren. Natürlich werden auch dieses Jahr wieder einige Städte an den Start gehen. Vielleicht ist ja auch deine Heimatstadt dabei?

9. Kurzes Testimonial-Statement: Was hat Euch die Founders Academy gebracht?

Die Founders Academy war sehr wertvoll um den Gründergeist zu entfachen. Es tut gut zu sehen das die Entwicklungsstufen aller Start-Ups zunächst gleich sind. Durch den Austausch von Wissen und die Coachings konnte uns die Academy in einigen Punkten in die richtige Richtung lenken.

10. Welche Tipps würdet Ihr Gründern aus eurer bisherigen Erfahrung mitgeben?

Wenn ein potentieller Gründer vor Begeisterung seine Körpersprache verändert, wenn er über seine Geschäftsidee nachdenkt dann sollte er unbedingt starten! Das ist ein Zeichen des unbedingten Willens. Der Austausch mit den anderen Gründern kann viele Startfehler vermeiden. Freut euch auf eine sehr lehrreiche Reise. Selbst wenn es nicht klappt sind die Learnings daraus unbezahlbar.

11. Wo könntet Ihr noch Unterstützung gebrauchen, was sucht Ihr gerade (Personal, Ressourcen, Investoren), worauf wir im Artikel hinweisen können?

Wir suchen aktuell einen Azubi zur Kauffrau/ Kaufmann für Marketingkommunikation ab dem 01.08.2017 in Bielefeld. Lokale City-App Manager/Sales Mitarbeiter und Entwickler die Interesse an den Lokalpionieren haben können sich jederzeit bei uns melden. Und natürlich auch interessierte Lizenznehmer oder strategische Partner/Investoren.

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