Bist du ein Mensch? 1   +   10   =  

Eine der häufigsten Fragen, die Leute ganz am Anfang haben ist: Soll ich meinen Job fürs Startup kündigen?

Die beste Antwort, die wir darauf geben können, ist gleichzeitig eine der häufigst gegebenen Antworten:

Kommt drauf an.

Einfache Rechnung: In welchem Zeitraum kannst Du wieviel Gewinn machen?

Gehen wir zunächst mal ganz betriebswirtschaftlich an die Frage ran.

Wenn Du bereits ein Projekt hast, das mit wenig Aufwand profitabel ist (Glückwunsch an dieser Stelle!), dann rechne einfach: Kann ich mit 40 Stunden mehr in der Woche in etwa genauso viel oder mehr verdienen, wie mir monatlich an Gehalt überwiesen wird?

Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann lautet die nächste vermutlich bereits „Go for it!“

Die emotionale Rechnung: Freiheit und Leidenschaft vs. Arbeitsalltag

Ein Startup zu gründen ist aufregend. Ständig neue Aufgaben und Hürden. Frustration und Angst gehören genauso dazu, wie Meilensteine erreichen, tiefe Befriedigung mit der eigenen Leistung und Erfolge feiern.

Hinzu kommt eine Freiheit bei der Wahl von Arbeitszeit und -Ort, die trotz massiver Mehrarbeit vom zusätzlichen 10 bis 40 Stunden die Woche, für viele Menschen sehr reizvoll ist.

Bist Du bereit, die Sicherheit der Festanstellung mit all ihren Vorteilen wie Urlaub, nachvollziehbare Unternehmensprozesse oder Weihnachtsgeld aufzugeben?

Gründe erstmal nebenher

Die gute Nachricht ist: Du musst nicht unbedingt gleich in die Vollen gehen! Du hast eine Idee für ein Startup, ein Produkt oder ein Business Model? Great!

Dein Abend hat 4 Extra Stunden. Deine Wochenenden 8-10 Stunden.
5 x 4 + 2 x 10 = ?
Na?
Richtig.
40 Stunden.

Klar, es ist eine Hardcoreanstrengung. Aber für einige Wochen oder Monate durchaus bringbar. Du weißt ja, wofür Du es machst. Für dich, deine Idee, dein Business und vielleicht sogar schon für dein Team.

Viele Startup-Aufgaben können nebenher erledigt werden:
– Business Model entwickeln
– Prototyp bauen
– Validierung des Business Model
– MVP bauen
– Marketingstrategie entwickeln
– erste Kunden für MVP werben
– vielleicht sogar erste Umsätze machen

Dabei muss dir aber auch klar sein: Für Familie und Freunde bleibt im Sidehustle-Mode kaum Platz. Jede andere Vorstellung wäre romantisch.

Auch in Startups kannst Du Teilzeit arbeiten

Doch auch wenn du selber (noch) nicht gründen willst, kannst du Erfahrungen sammeln, Startup Luft schnuppern, das Skillset erweitern und den Gründern dabei als Teilzeitkraft wenig Geld kosten. Auch das ist in vielen Startups möglich.

Denn: Für die Gründer ist es auch ein Risiko, jemanden fest einzustellen, wenn sie sich noch nicht sicher sind, ob sie langfristig genug Arbeit haben oder Umsatz reinholen.

Gute Motivation für Wertschöpfung

Wenn du deinen Job – egal ob als Gründer oder Teammitglied – zumindest zum Teil selber verdienen kannst, ist das eine super Motivation auf der einen Seite. Aber auch eine direkt zufriedenstellende Belohnung wenn es klappt.

Kannst du dir den Ausstieg leisten?

Oben haben wir ja schon gesagt: Wenn Cashflow da ist, dann macht All-in vermutlich Sinn.

Aber was wenn nicht?

  • Hast du andere Income-Streams?
  • Oder Erspartes?
  • Musst du Miete zahlen oder kannst Du kostenlos wohnen?

Was reizt dich an Startups?

Unterstellen wir mal, du hast noch keine eigene Business Idee. Warum möchtest du gründen bzw, im Startup arbeiten?

Vielleicht kannst du auch Startup Spirit in deinen aktuellen Corporate Job einbringen. Sprich mit deinen Chefs doch mal drüber, welche Möglichkeiten in deinem Unternehmen bestehen, um Innovation & Product Development, Digitalisierung und Unternehmenskultur voran zu bringen.

Kannst Du remote arbeiten? Deinen Job interessanter machen und an zeitunabhängig arbeiten? Gut möglich, dass Du so das beste beider Welten für dich verbinden kannst. Und das auch noch mit monatlichem Gehalt und minimiertem Risiko.

Gründe da, wo du dich auskennst

Leidenschaft für neue Branchen und Produkte sind immer cool. Wenn du ein eigenes Startup gründen willst, kannst du aber den Vorsprung, den du dir in deinem bisherigen Job oder Themenfeld erarbeitet hast mitnehmen. Versuch dein Business Model mit dem zu verbinden, was du bereits gut kannst.

So hast du auch gleich die richtigen Kontakte, das Fachwissen und Ideen für Painpoints deiner Kunden am Start.

Vernetzen, vernetzen, vernetzen

Egal für welchen Weg du dich entscheidest: Wir können nicht oft genug erwähnen, dass eine gute Vernetzung hilft.

Lass dich auf Startup-Events, Hackathons, Konferenzen und Meetups sehen. Lerne Gründer und Startup-Teams, Mentoren und Investoren kennen und vielleicht findet dein Traumstartup dann irgendwann sogar dich!

Bonustipp:

Jeden zweiten Montag findest du bei uns im What’s up die aktuellen Startup-Events in Ostwestfalen-Lippe.

Artikelbild Jan Tinneberg on Unsplash