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Im Englischen hat der Begriff „Affiliate“ eine Reihe von Bedeutungen, die in unserem Zusammenhang passendste ist wohl „Geschäftspartner“. Beim Affiliate Marketing handelt es sich um ein in der Digitalwirtschaft häufig vorkommendes Vertriebsmodell, bei dem zwei Geschäftspartner kooperieren. Da ist erstens der Affiliate, auch Publisher genannt, der eine Webseite betreibt. Zweitens gibt es den Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung, der als Merchant oder Advertiser bezeichnet wird.

Der Affiliate ermöglicht es auf seiner Webseite dem Merchant, sein Angebot in Form von Werbung zu präsentieren. Ziel ist es, möglichst viele Klicks zu generieren, die zum Besuch der Seite des Merchants und idealerweise zur Kaufentscheidung führen. Der Affiliate-Link enthält einen speziellen Code, durch den sich eindeutig feststellen lässt, auf welchem Weg die Kunden zum Angebot des Merchants gefunden haben.

Über ein Provisionsmodell partizipiert der Affiliate am Erfolg des Merchants. Dabei gibt es verschiedene Abrechnungsmethoden; üblich ist Pay per Sale, also eine Provisionierung bei tatsächlich erfolgtem Verkaufsabschluss. Gängig sind auch Pay per Click, wo jeder Klick auf das Werbemittel honoriert wird, und Pay per Lead, wenn die Nutzer ihre Daten hinterlassen, um beispielsweise weitere Informationen anzufordern.

Affiliate Marketing lohnt sich beispielsweise als Einnahmequelle auf der einen Seite für Betreiber, deren Inhalte sonst kostenlos sind, etwa bei Blogs und anderen redaktionell geprägten Formaten, auf der anderen Seite für Anbieter, die über ihre eigene Seite nicht genug Reichweite erzielen und über dieses Modell größere Bekanntheit erreichen. Das Konzept ist natürlich nicht auf das klassische Internet beschränkt, auch über Smartphone und Apps lässt es sich nutzen.