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Ursprünglich bedeutet Beacon in der englischen Sprache „Leuchtturm“ oder „Leuchtfeuer“. In der Digitalwelt meint der Begriff kleine Sender, die mit begrenzter Reichweite Signale verbreiten. Um diese mit einem Smartphone empfangen zu können, muss eine dazu passende App installiert sein.

Die Basis für eine solche Anwendung ist die Funktechnologie Bluetooth Low Energy. Dieses stromsparende Verfahren gibt es schon seit 2006. Populär geworden sind Beacons allerdings erst im Jahr 2013, als Apple mit iBeacon auf den Markt kam. Das wesentliche Element sind die Minisender, die eine Reichweite von zehn bis höchstens 50 Metern haben und deshalb sinnvoll fast nur in geschlossenen Räumen eingesetzt werden können. Auch werden nur geringe Datenmengen übermittelt.

ein iBeacon-Sendemodul (Foto: Wikipedia)

Kommt nun ein Smartphone in den Wirkungsbereich eines Beacons, erhält es eine Push Notification, also eine Kurznachricht. Dies geschieht immer in Zusammenhang mit einer App, die der Nutzer bewusst auf sein Handy geladen hat, es kommt also nicht zur Belästigung durch ungewollte Botschaften. Sind an einem Ort mehrere Sender angebracht, lässt sich der Standort des Empfängers punktgenau feststellen, was im Einzelfall eine noch stärker individualisierte Pushmeldung ermöglicht.

Einsatzmöglichkeiten für Beacons

Einzelhandel. Schon beim Betreten eines Ladens kann der Nutzer auf aktuelle Angebote und ähnliches aufmerksam gemacht werden. Zudem lässt sich die Technologie dazu nutzen, den Konsumenten die Orientierung am PoS (Point of Sale – Verkaufsort) zu erleichtern und sie zu bestimmten Produkten zu lotsen.

Sportveranstaltungen. In den USA sind bereits eine Reihe von Stadien mit Beacons ausgestattet, um Besucher beispielsweise auf den Eingang mit der kürzesten Schlange aufmerksam zu machen.

Museen. In den meisten Museen wird werden Audiotouren angeboten, bei denen sich Kunstinteressierte allerdings an eine festgelegte Route halten müssen. Per Beacon lassen sich zu jedem Ausstellungsstück individuelle Informationen senden.

Stadtführung. Dass Beacons auch außerhalb geschlossener Räume funktionieren, zeigt eine Anwendung in Bielefeld. Dort gibt es eine App für die Besichtigung des Stadtteils Bethel. Mehr Infos dazu hier.

Industrie 4.0. Auch in der industriellen Produktion kommen Beacons zum Einsatz, etwa bei der  Identifikation von Werkstücken, Maschinen und Mitarbeitern. Sie erleichtern zudem das Auffinden von für den Arbeitsprozess notwendigen Materialien und Einzelteilen in großen Lagerhallen.