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Due Diligence heißt wörtlich übersetzt gebotene Sorgfalt und bezeichnet eine Risikoprüfung, die beim Kauf eines Unternehmens oder von Immobilien, bei Beteiligungen oder bei einem Börsengang durchgeführt wird. Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken werden systematisch analysiert und abgewogen. Den dafür zu betreibenden Aufwand stimmen beide Parteien miteinander ab, wobei es üblich ist, dass externe Experten wie Juristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Fachleute für die von dem Unternehmen vertriebenen Produkte oder Dienstleistungen herangezogen werden. Bei der Due Diligence wird eine Vielzahl von Bereichen abgedeckt, dies sind einige der gängigsten, die aber nicht in jedem Fall alle relevant sein müssen:

  • Markt. Hier wird analysiert, wie das Unternehmen am Markt positioniert ist und wie die Wachstumschancen aussehen.
  • Recht. Wie sieht die rechtliche Struktur des Unternehmens aus, wer sind die Anteilseigner, ist das Kartellrecht betroffen? Diese und ähnliche Fragen müssen geklärt werden, ebenso solche zu Patenten und Copyrights.
  • Finanzen. Einnahmen, Ausgaben, Umsätze, Gewinne, Verluste, laufende Kosten gehören selbstverständlich auf den Prüfstand.
  • Personal. Die Zahl der Mitarbeiter, ihre Qualifikationen, Betriebsrat ja oder nein – alles wichtig, aber entscheidend ist die Kompetenz des Gründer- und Geschäftsführungsteams.
  • Technik. Experten müssen prüfen, ob die Produkte eines Unternehmens technisch noch den aktuellen Standards genügen, auch was den Herstellungsprozess betrifft.
  • IT. Bei Übernahmen nicht ganz unwichtig: Passen meine IT und die des anderen Unternehmens zusammen?
  • Umwelt. Wichtig vor allem bei internationalen Geschäften: Umweltstandards sind nicht in allen Ländern gleich, Anpassungsbedarf muss im Vorfeld erkannt werden.
  • Kultur. Auch die Unternehmenskultur ist von Land zu Land verschieden, darauf sollten sich globale Akteure einstellen, um Reibungsverluste zu vermeiden.