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Um im Digitalzeitalter eine Event zu organisieren, muss man kein erfahrener Veranstalter sein. Auch Startups können zum Beispiel den Launch ihrer App feiern und die Party über das Internet bewerben. Eine der Plattformen, die dabei hilft, ist Eventbrite. Wir fassen die wichtigsten Funktionen zusammen.

Gegründet wurde Eventbrite 2006 von Kevin und Julia Hartz sowie Renaud Visage in San Francisco. Die Idee: eine Plattform, die es Veranstaltern ermöglicht, Events zu planen, zu bewerben, in sozialen Medien wie Facebook und Twitter zu veröffentlichen und dafür Tickets zu verkaufen. Gedacht ist Eventbrite nicht nur für größere kulturelle Ereignisse wie Konzerte und Theateraufführungen, sondern auch für kleine und mittlere Veranstaltungen, von der Büroparty bis zur Fachmesse.

Das Anlegen eines Events an sich ist kostenlos

Um so eine Veranstaltung bei Eventbrite anlegen zu können, muss man sich dort zuerst mit einer E-Mail-Adresse und einem Kennwort registrieren. Die danach mögliche Erstellung des Events, die mithilfe übersichtlicher Masken erfolgt, ist grundsätzlich kostenlos. Werden die Tickets den Kunden nicht in Rechnung gestellt, fallen auch keine Gebühren an. Eventbrite verdient nur am Ticketverkauf, und zwar jeweils 2,5 % vom Preis plus 99 Cent. Diese Servicegebühr ist bei 9,95 Euro gedeckelt und versteht sich ohne MwSt./USt. Zudem fällt noch eine Zahlungsabwicklungsgebühr von 2 % auf den Ticketpreis an, so bei Lastschrift oder Kreditkartenzahlung. In der Regel berechnen Veranstalter diese Gebühren direkt ihren Kunden.

Eventbrite bietet eine Reihe von Möglichkeiten der Vermarktung, etwa den Versand von Einladungen an einen E-Mail-Verteiler. Besonders sinnvoll ist der Einsatz sozialer Medien. So können mit der Funktion „Auf Facebook veröffentlichen“ Events direkt als Facebook-Veranstaltung erstellt werden. Diese werden auf Facebook als „Offizielle Veranstaltung“ erkannt. Der Vorteil ist, dass offizielle Facebook-Veranstaltungen oft höhere Sichtbarkeit im News-Feed erzielen. Wer auf Facebook das Häkchen bei „Zusagen“ setzt, hat damit allerdings noch kein Ticket gekauft, weshalb ein Link zu der Webseite mit dem Ticketshop immer prominent platziert werden muss. Zudem lassen sich bei Facebook Zielgruppen definieren und mit Werbeanzeigen gezielt ansprechen.

Wie der tatsächliche Stand der Dinge ist, zeigt das Event-Dashboard (siehe Bild oben). Dort ist ist abzulesen, wann wie viele Tickets zu welchen Preisen abgesetzt wurden. Dadurch lassen sich unter anderem auch Marketingaktivitäten überprüfen und optimieren. Außerdem bietet Eventbrite eine Visualisierung des Veranstaltungsortes mit verschiedenen Varianten der Sitzplatzaufteilung und entsprechend gestaffelter Preisberechnung. Für Besucher gibt es eine App, die als elektronisches Ticket gilt. Schließlich steht eine Hotline rund um die Uhr und sieben Tage die Woche zur Verfügung.

Alternativen zu Eventbrite gibt es reichlich

Eventbrite bietet also einen umfangreichen Service, ist aber selbstverständlich nicht konkurrenzlos. Zahlreiche Mitbewerber haben ähnliche Angebote und zum Teil auch ähnliche Namen, beispielsweise eventleaf, Eventzilla oder eveeno.Hierzulande am bekanntesten ist sicherlich XING EVENTS mit der Event Management Software amiando. Ein Vorteil ist hier das allerdings hauptsächlich auf Deutschland konzentrierte Netzwerk von 12 Millionen Mitgliedern. Ein Nachteil die höhere Servicegebühr: 99 Cent je verkauftem Ticket wie bei Eventbrite, dazu 5,9 % des Preises.

Foto ganz oben: das Headquarter von Eventbrite in San Francisco (alle Bilder: Eventbrite)