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RSS-Feeds sind ohne Frage eine der Dinosaurier-Technologien des Webs. Trotzdem begegnen mir immer wieder Menschen, die völlig begeistert sind, wenn ich ihnen erkläre, was man mit RSS-Feeds machen kann. Gerade als Startup müsst ihr in verschiedenen Bereichen immer auf dem laufenden bleiben: In eurer Technologie, Branche, dem Wettbewerb, Arbeitsmethoden uswusf. Da macht der Einsatz eines Feed-Readers absolut Sinn.

tl;dr:
RSS-Feeds erlauben es Euch, neue Beiträge von Web-Seiten automatisch und kontextbasiert in einer persönlichen Newszentrale zusammen zu stellen. Feedly ist eines der bekanntesten RSS-Tools.

Woher kommt Feedly?

Wenn Leute fragen: „Wie kann man nur diese Informationsflut in den Griff bekommen?“ ist RSS-Feeds eine Antwort. Die Technologie hatte mit dem Google-Reader einen ersten Höhepunkt erreicht. Der Google Reader war eine Webapp, in der RSS-Feeds komfortabel und Geräte übergreifend zusammen gestellt werden konnten. Mitte 2013 stellte Google das Projekt dann ein, weil es zuviel Ressourcen band, wenig Ertrag für Google brachte und Produkte wie Google News kanniblaisierte.

Das Tool Feedly ist der Hauptprofiteur gewesen und seitdem zum wichtigsten Web-RSS-Reader avanciert. Natürlich lässt sich Feedly nicht nur im Browser nutzen, sondern auch als App auf allen relevanten Betriebs-Systemen.

Was macht man mit einem RSS-Reader wie Feedly?

Ich gebe Euch mal ein praktisches Beispiel. Einige von unserem Team sind gerade auf der Online Marketing Rockstars 2017 Konferenz. Nach dem Live-Stream von Gary Vaynerchuk schaute ich in die Speaker-Liste, weil ich wissen wollte wer als nächstes kommt. Dabei stieß ich auf einen weiteren Speaker: Ben Thompson und sein Blog Stratchery, in dem der Analyst regelmäßig über Tech- und Markting-Unternehmen schreibt.

„Klingt interessant“ dachte ich mir. Da ich aber keine Zeit hatte, mir die ersten Einträge durchzulesen, habe ich den RSS-Feed des Blogs in meinem Feedly in der Kategorie Content Marketing hinzugefügt.

So habe ich das Blog für die Zukunft abonniert und kann regelmäßig schauen, was Ben interessantes schreibt. Kostenlos und unverbindlich.

Die Grundversion von Feedly ist kostenlos. Möchte man mehr Quellen oder zusätzliche Funktionen wie bsw. eine ausgefeilte Suchfunktion nutzen, kostet der Dienst rund 5 Euro monatlich.

Die Vorteile

Ich habe eine zentrale Anlaufstelle für meine News nach Themen sortiert.

Für einen News-Überblick muss ich nicht alle Seiten einzeln aufrufen.

Aus Feedly heraus kann ich Inhalte direkt weiter teilen.

Feeds abonnieren hat das Lesezeichen anlegen abgelöst. Besser aktiv Inhalte aggregierten, als einen undynamischen Bookmark anzulegen.

Nach dem schnellen Überblick über die News werden lesenswerte Artikel in Pocket zum späteren Lesen abgelegt,

Die Alternativen

Hier muss man zwei verschiedene Arten von Alternativen unterscheiden:

  1. Die Feed-Aggregatoren, in denen ich meine RSS-Feeds verwalten kann. Hier gibt es neben Feedly bsw, noch Tiny Tiny RSS, das auf einem eigenen Server installiert werden kann, Inoreader hat ebenfalls eine kostenlose Einstiegsvariante wie Feedly, dann gibt es bsw, noch Newsblur, Feed Wrangler und Feedbin.
  2. Feed-Reader zum darstellen Eurer abonnierten Feeds. Feedly ist als Web-App und als Standalone-App schon ein sehr guter Reader. Für den Anfang braucht man eigentlich nicht mehr. Wer mehr aus seinen Abonnements rausholen will, kann sich auf iOS Reeder und Unrat anschauen, Press auf Android und für Desktops NetNewsWire.