Bist du ein Mensch? 4   +   8   =  

Im Internetzeitalter populär wurde die Abkürzung BFF. Mit ihr versichern sich vornehmlich Mädchen gegenseitig ewige Freundschaft: best friends forever! In Startup-Kreisen dagegen ist das Kürzel FFF geläufig und ein entfernter Verwandter von BFF, denn dahinter verbergen sich friends, family and fools, also Freunde, Familie und, als ironische Ergänzung, Narren. Das sind oft die allerersten, die junge Gründer finanziell unterstützen, weniger aus geschäftlichem Interesse denn aus Sympathie. Daher spricht man auch von Love Money, im Gegensatz zu Smart Money, das von professionellen Anlegern wie Business Angels kommt.

Die Vorteile von Love Money: Das Geld ist oft an weniger strenge Bedingungen geknüpft und beide Parteien können sich auch ohne vertragliche Regelungen arangieren. Die Erwartungshaltung ist vor allem bei Familienmitgliedern nicht so hoch, im Notfall muss vielleicht nicht alles zurückgezahlt werden beziehungsweise wird kein Gewinn erwartet. Die Nachteile: Die Investoren sind wahrscheinlich Laien, die einen möglichen Geschäftserfolg und das Risiko nicht kompetent einschätzen können, den Gründern gegenüber nicht objektiv sind und womöglich zu hohe Erwartungen haben. Im Falle des Scheiterns ist dann die Enttäuschung umso größer, die persönliche Beziehung kann darunter leiden.

Deshalb ist es ratsam, auch bei FFF-Investements einen festen Rahmen zu vereinbaren, um spätere Konflikte zu vermeiden. Dieser ist zudem hilfreich, wenn professionelle Partner hinzukommen, die dann in schon funktionierenden Strukturen operieren können.