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Das lateinische Wort „incubare“ bedeutet „brüten“, und Inkubator lässt sich mit „Brutkasten“ übersetzen. In der Startup-Welt ist ein Inkubator demnach ein Ort, an dem neue Unternehmen „ausgebrütet“ werden. Alternativ ist dafür hierzulande auch der Begriff Gründerzentrum gebräuchlich.

Startups, die in das Programm eines Gründerzentrums aufgenommen werden, befinden sich noch ganz am Anfang ihrer Unternehmensgeschichte. Es gibt sogar Modelle, bei denen die Teilnehmer nur mit einer Idee an den Start gehen und die Teams erst mithilfe des Inkubators zusammengestellt werden. Im Mittelpunkt steht dann weniger die finanzielle Unterstützung, sondern vielmehr eine umfangreiche Beratung. Auch die Bereitstellung von Büroräumen oder Forschungseinrichtungen und Kontakte zu Investoren, potenziellen Kunden und anderen für das Wachstum eines Startups relevanten Personengruppen gehören zu den Leistungen eines Inkubators.

In Deutschland existieren neben privatwirtschaftlichen Einrichtungen eine Reihe von Gründerzentren, die überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert werden und in der Regel an Hochschulen angebunden sind. Einige davon haben sich auf bestimmte Spitzentechnologien spezialisiert.

Wie lange ein Startup in einem Inkubator aufgezogen wird, ist nicht genau definiert. Es können einige Monate sein oder auch zwei Jahre; ein strengen Zeitplan gibt es nicht. Darin unterscheiden sie sich unter anderem von Acceleratoren. Trotzdem werden die Begriffe häufig synonym verwendet, da sich beide Institutionen mit der Förderung von jungen Unternehmen beschäftigen.

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