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Klickrate ist der deutsche Begriff für den englischen Fachausdruck Click-Through-Rate, abgekürzt CTR. Er spielt eine wesentliche Rolle bei der Ermittlung der Wirksamkeit von Onlinewerbung. Dabei gilt die simple Formel: Je höher die Klickrate, desto besser scheint die Werbung bei der Zielgruppe angekommen zu sein.

Ermittelt wird die CTR anhand zweier Werte. Zuerst ist da die Zahl der Klicks, die ein Werbemittel, zum Beispiel ein Banner, auf einer Webseite erzielt. Dieses Ergebnis wird ins Verhältnis gesetzt zu der Zahl aller Kontakte der Besucher dieser Webseite mit dem Werbemittel. Der Fachbegriff dafür ist Ad-Impressions. Eine Ad-Impression liegt bereits dann vor, wenn jemand eine Webseite aufruft, auf der sich die Werbebotschaft befindet. Die Klickrate in Prozent ergibt sich dann aus der Formel Klicks / Ad-Impressions x 100.

Die Klickrate ist Indikator für die Wirkung unterschiedlicher Werbeauftritte

Da sehr viel mehr Nutzer eine Onlineanzeige sehen, oder zumindest die Möglichkeit haben sie zusehen, als darauf zu klicken, wird der Wert immer deutlich unter 100 Prozent liegen, oft nur im Promillebereich. Werbungtreibende sind naturgemäß daran interessiert, möglichst hohe Ergebnisse zu erzielen, weshalb sie unterschiedliche Varianten durchspielen. So lassen sich die Klickraten für einzelne Motive auf unterschiedlichen Webseiten und für bestimmte Zeiträume jeweils separat ermitteln. Im Idealfall ergibt sich dann ein klares Bild, welches Motiv wann und wo am besten funktioniert.

Klickraten beschränken sich nicht auf Banner oder andere Formen des Display Advertisings (z. B. auch Videos). Das Verfahren lässt sich auf alle digitalen Werbeformate übertragen. Dazu zählen bezahlte Links in Texten ebenso wie Suchergebnisse bei Google. Bei Newslettern und von Unternehmen zu Werbezwecken gesendeten E-Mails spielt die CRT ebenfalls eine wichtige Rolle und beschreibt hier das Verhältnis von geöffneten Mails zu den Klicks auf weiterführende Links. Hier sollte der Wert etwas höher liegen als bei Display Ads, da beim zielgerichtet angesprochenen Empfänger ein grundsätzliches Interesse zu vermuten ist.

Die Klickrate ist ein wichtiger, aber nicht der alleinige Gradmesser für die Wirksamkeit von Onlinewerbung. Zum einen können Banner auch zur Marken- und Imagebildung beitragen, ohne geklickt zu werden. Zum anderen bedeuten Klicks längst noch nicht, dass dadurch ein Werbeauftritt zu Umsatz geführt hat.
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