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Über 700 Millionen Nutzer pro Monat hat die Bilder-Plattform Instagram mittlerweile, Tendenz: rasant steigend. Das Posten von Fotos und Videos kann weit mehr als sein ein Hobby, das soziale Medium hat schon richtige Stars mit entsprechenden Einkommen hervorgebracht und wird auch von Unternehmen für Marketingzwecke genutzt. Um da nichts dem Zufall zu überlassen, gibt es Tools wie Later, das wir uns genauer angeschaut haben.

Vor allem drei Dinge sind entscheidend für den Erfolg eines Instagram-Profils: ein Thema, das viele Nutzer interessiert, eine attraktive Bildsprache und konsequente Zeitplanung. Beim Finden der richtigen Idee kann keine Software der Welt entscheidend helfen, bei den beiden anderen Punkten schon. Das ist die Idee von Later, entstanden 2014 während eines Hackathons in Vancouver. Seither hat das Startup, das unter dem Namen Latergramme angefangen hat, über eine Million US-Dollar von Investoren einsammeln und über 600.000 registrierte Nutzer gewinnen können.

Im Mittelpunkt steht eine simple Kalenderfunktion

Die Registrierung erfolgt, wie könnte es anders sein, über Instagram. Danach gelangt man zu einer kalendarischen Übersicht, die eine Darstellung pro Woche oder pro Monat ermöglicht. Im nächsten Schritt wird ein Foto oder Video hochgeladen und per Drag and Drop einem Erscheinungstermin zugeordnet, mit genauer Uhrzeit. Schließlich kann man noch eine Bildbeschreibung und passende Hashtags hinzufügen. Das war’s eigentlich schon.

Ganz automatisch funktioniert das Posten dann allerdings nicht. Zum Zeitpunkt der geplanten Veröffentlichung erhält der Nutzer eine entsprechende Nachricht auf dem Smartphone und muss dann selber aktiv werden. Nicht optimal, aber das hat andererseits den Vorteil, dass noch Änderungen des Texts, die Verwendung von Instagram-Filtern und das Markieren von Personen möglich sind. Für Instagram-Profis, die besonderen Wert auf eine einheitliche Optik legen, ist die Vorschaufunktion besonders hilfreich. Mit derer Hilfe lässt sich sehen, wie die geplanten Fotos optisch zusammenpassen, denn Instagram stellt bekanntlich in der Übersicht immer mehrere Bilder neben- und untereinander dar.

Da sich Later nicht zuletzt an kommerzielle Anbieter richtet, darunter auch große Unternehmen, sind viele Funktionen auf diesen Kundenkreis zugeschnitten. So kann man Bilder und Aufgaben bestimmten Teams zuordnen, Auswertungen über den Erfolg einzelner Posts machen und mit dem Feature „Linkin.bio“ Links zu Shops erstellen. All das wird Anwender, die Instagram hauptsächlich für spontane, private Aktionen nutzen, kaum interessieren; für sie ist Later auch nicht gedacht.

Later gibt es in vielen Preisklassen – und nicht nur für Instagram

Die einfachste Version ist kostenlos und erlaubt das Posten von bis zu 30 Bildern pro Monat; Videos sind da nicht möglich. Wer mehr möchte, muss zahlen, in der höchsten Kategorie „Brand“ immerhin 49 US-Dollar monatlich. Das reicht dann unter anderem für fünf Profile und eine unbegrenzte Zahl an Beiträgen. Und die nicht nur auf Instagram – auch Facebook, Twitter und Pinterest  kann Later mittlerweile ansteuern, sogar schon in der Gratisversion.

Bild ganz oben: Screenshot der Later-Webseite