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Lean Startup – wer sich jemals in den letzten Jahren mit der Gründung eines Unternehmens beschäftigt hat, kennt mit ziemlicher Sicherheit diesen Begriff. Geprägt wurde er durch den Bestseller von Eric Ries mit dem gar nicht so schlanken Namen „The Lean Startup: How Today’s Entrepreneurs Use Continious Innovation to Create Radically Successful Businesses“, erschienen 2008.

Die darin formulierte Geisteshaltung, bei einer Unternehmensgründung oder Produkteinführung einen möglichst geringen Aufwand zu treiben, fand schnell über das Silicon Valley hinaus viele Anhänger, gerade bei Startups, die sich schon aus Kostengründen keine aufwändige Marktforschung und monatelange Vorbereitung leisten können. Dabei soll die Lean-Methode kein unüberlegtes Handeln legitimieren; am Anfang steht immer die sorgfältige Überprüfung, ob das geplante Produkt oder die angedachte Dienstleistung überhaupt nachgefragt werden könnte.

Ist ein solcher Bedarf zumindest ziemlich wahrscheinlich, beginnt bei Lean Startup ein Prozess, dessen einzelne Schritte möglichst rasch aufeinander folgen sollten: Veröffentlichung eines Prototyps oder einer Beta-Version, Einholen von Kunden-Feedback, daraus resultierende Übererbeitung des Angebots, Veröffentlichung des verbesserten Angebots, usw. Dieser Kreislauf sollte sich so lange wiederholen, bis aus einer Idee ein tatsächlich marktreifes Produkt entstanden ist.

Gerade in der Anfangsphase spielt ein ausgefeilter Businessplan bei Lean Startup keine wesentliche Rolle, vielmehr gilt es, durch schnelle und einfache Prozesse möglichst wenig Geld und Zeit zu verschwenden und Fehlannahmen und -entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren.

Bild oben: Ausschnitt des Covers von „The Lean Startup“ von Eric Ries