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Seed ist das englische Wort für Samen oder Keim und findet in Zusammenhang mit Startups Verwendung bei einer Reihe von Begriffen, die die Entstehungsphase eines Unternehmens betreffen, eben auch Seed Phase genannt. Besonders häufig ist die Rede von Seed Investment, Seed Finanzierung oder Seed Capital. Die damit gemeinte Frühfinanzierung ist für Startups, die bis dahin nur von Eigenkapital gelebt haben, von entscheidender Bedeutung um wachsen zu können.

Dieses Geld ist die Alternative zu einem Bankkredit, den Startups wegen des hohen Risikos nur schwer bekommen. Verwendet wird es unter anderem für die Umsetzung einer Idee in ein funktionierendes Geschäftsmodell, die Erstellung von Prototypen und die Versorgung der Gründer mit Eigenkapital für das Unternehmen und den Lebensunterhalt. Die Finanzierung kann aus unterschiedlichen Quellen kommen: von darauf spezialisierten Beteiligungsgesellschaften, Business Angels (erfahrenen und vermögenden Einzelpersonen) oder öffentlichen Förderprogrammen.

Frühfinanzierungen bewegen sich meist im fünf- oder niedrigen sechstelligen Bereich, da einerseits der Kapitalbedarf für die ersten Schritte nicht so hoch ist, andererseits das erwähnte Risiko des Scheiterns die Bereitstellung größerer Summen unwahrscheinlich macht. Die Investoren erwarten für ihr Engagement in der Regel Unternehmens- und Umsatzbeteilgungen und bringen dafür auch ihre Fachkompetenz und ihr Netzwerk ein.

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