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Ein Term Sheet, häufig mit Eckdatenpapier übersetzt, ist eine in Schriftform erstellte Absichtserklärung, die als Vorstufe zu einem Vertrag formuliert wird, aber rechtlich nur bedingt verbindlich ist. Im Startup-Umfeld kommen Term Sheets vor allem bei Venture Capital-Transaktionen und Beteiligungsverhandlungen zum Einsatz. Kernpunkte sind Vereinbarungen zur Vertraulichkeit (Non Disclosure Agreement = NDA) und zur Exklusivität der Verhandlungen, die zumeist auch als rechtsverbindlich gelten.

Dazu enthält das Papier in der Regel Vereinbarungen zum Kaufpreis und den Transaktionsmodalitäten insgesamt, zur strategischen Ausrichtung, zur Unternehmenspolitik in Finanz- und Personalfragen und allen weiteren Themen, zu denen eine gemeinsame Position gefunden werden muss. Dabei sollte das Term Sheet noch keine allzu detaillierten Aussagen machen, sondern eine im Konsens entstandende und eindeutige Grundlage für einen dann exakt zu formulierenden Vertag darstellen.

Da das Term Sheet in seiner Gesamtheit kein rechtsverbindliches Dokument ist, empfiehlt es sich, den Grad der Verbindlichkeit in dem Papier selbst zu dokumentieren, etwa durch einen Passus wie „Dieses Term Sheet dient ausschließlich als Diskussionsgrundlage und stellt kein Angebot und auch keine Verpflichtung jedweder Art dar“, oder einer Formulierung, die stärker bindend wirkt. Eine bloße Absichtserklärung wird auch Letter of Intent genannt. Die relative Unverbindlichkeit ergibt sich auch aus der Tatsache, dass ein Term Sheet ohne Beteiligung von Juristen verfasst werden kann und dann formaljuristische Belange nur unvollkommen berücksichtigt werden.

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