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Auf vielen Webseiten finden sich in der Kategorie „Über uns“ Zeitleisten, mit denen Unternehmen die wichtigsten Stationen ihrer Geschichte dokumentieren. Mit Tline steht jetzt ein einfach zu bedienendes und kostenloses Tool für diese Darstellungsform zur Verfügung.

Tline ist ein webbasiertes Tool und stammt von dem israelischen Unternehmen Crayze Media. Mit ihm lassen sich Timelines, also Zeitleisten erstellen, die nach einem ganz simplen Prinzip aufgebaut sind: Auf einer von links nach rechts verlaufenden Gerade befinden sich Punkte, die jeweils ein konkretes Datum markieren. Mit diesen Daten verknüpft ist in der Regel ein besonderes Ereignis, zu dem sich nähere Informationen abrufen lassen, indem man den passenden Punkt anklickt.

Tline arbeitet mit Bildern und Links

Die Anmeldung erfolgt bei Tline über Facebook beziehungsweise über eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Nach dem Einloggen kann man über das Menüfeld „New Timeline“ sofort eine Zeitleiste anlegen. Die bekommt zu Beginn einen Titel und kann noch weiter spezifiziert werden, bevor es an die Erstellung des ersten Datenpunkts geht. Der wird mit einem hochzuladenden Bild oder Video oder mit einem Weblink verknüpft.

Screenshot von der Webseite von Tline: Beispiel einer Zeitleiste von Snapchat

Hier zeigt sich eine Schwäche von Tline; für reine Texteingaben ist das Tool weniger geeignet. Zwar lassen sich die Punkte benennen, wobei auch ganze Sätze Platz finden. Das Layout ist aber eindeutig für visuelle Informationen konzipiert. Die lassen sich nicht nur horizontal über die Zeitleiste abrufen, sondern auch vertikal. Das Fenster, in dem beispielsweise die Fotos erscheinen, lässt sich scrollen wie eine Webseite. Dabei springt der Datumsanzeiger auf der Timeline entsprechend von Punkt zu Punkt, je weiter man herunterscrollt.

Hebräische Monate und eine Reporting-Funktion

Eine kleine Kuriosität am Rande findet sich bei der Datumseingabe: Dort sind die Monate nur in hebräischer Schrift zu sehen; in der Jahresübersicht lässt sich aber schnell erahnen, welcher Monat womit gemeint ist. Sind alle Termine und Dateien untergebracht, kann die Zeitleiste gespeichert und veröffentlicht werden. Sie lässt sich dann über soziale Medien teilen oder in eine Webseite per Embedded Code integrieren. Ein zusätzlicher Service bietet die Funktion „Report“, die aufzeigt, wie oft und lange die Timeline geklickt und betrachtet wurde.

Tline ist für den Anwender kostenlos und lässt sich nicht nur für die eingangs erwähnte Firmenchronik nutzen. Auch privat gibt es viele Einsatzmöglichkeiten, von der Dokumentation einer Urlaubsreise bis zum Saisonverlauf des favorisierten Fußballteams. Geld verdient werden soll durch Sponsoringelemente bei der Nutzung durch professionelle Medien. Zu denen gehört beispielsweise die israelische Tageszeitung Haaretz.