Was ist das?
Der Transfer von Dateien zwischen Personen, die nicht auf einen gemeinsamen Server zugreifen können, gehört inzwischen zum Arbeitsalltag, besonders bei Startups. Größere Datenmengen lassen sich per Mail nicht verschicken, der Austausch von Datenträgern wie USB-Sticks ist zu umständlich und zeitaufwändig. Die Lösung für dieses Problem nennt sich Cloud Storage oder Filhosting. Hier greifen Nutzer auf Server von kommerziellen Anbietern zu, die sogenannte Cloud, um dort ihre Dateien zu speichern und einem ausgewählten Personenkreis den Zugriff darauf zu gewähren.

Wie funktioniert das?
Zuerst muss sich ein Nutzer bei einem Cloud Storage-Anbieter anmelden. Der steht ihm dann ein Ordner zur Verfügung, in dem er Dateien speichern kann, zum Beispiel Textdokumente, Fotos oder Videos. Dieser Nutzer kann dann anderen den Zugriff darauf ermöglichen, wofür selbstverständlich eine Internetverbindung notwendig ist. Eine praktische Anwendung konnte so aussehen: Ein Fotograf A erstellt einen Ordner, in den er seine Fotos vom Presseball stellt. Dann informiert er Reporterin B über diesen Ordner, die sich daraufhin die besten Bilder für ihren Bericht über das Ereignis herausnimmt.

Was ist zu beachten?
Cloud Storage gibt es mittlerweile von zahlreichen Anbietern. Meist gibt es kostenlose Einstiegsvarianten mit begrenztem Speicherplatz und kostenpflichtige Angebote, die ein wesentlich höheres Datenvolumen erlauben. Eine nützliche Funktion ist es, Dateien in der Cloud bearbeiten zu können, z.B. bei einer Präsentation, die von mehreren Personen erstellt wird, ohne dafür hin und her bewegt werden zu müssen. Auch die Sicherheit spielt bei der Entscheidung für einen Anbieter für viele eine wichtige Rolle: Wie werden die Daten verschlüsselt? Wo stehen die Server (USA oder Europa)? Daneben gibt es viele weitere Funktionen wie die Synchronisation von Festplatte und Cloud, automatische Benachrichtigungen über Änderungen und Hinzufügung von Dateien und vieles mehr.

Welcher Dienste gibt es?
Das sind die besten und bekanntesten Anbieter:

Dropbox
Kosten:  Frei bis 2 GB, 9,99 Euro/Monat oder 99,- Euro/Jahr für 1.000 GB Speicherplatz.
Sicherheit: Dateien werden unter Verwendung der 256-Bit-AES-Verschlüsselung gespeichert und mit SSL/TLS übertragen. Standort der Server sind die USA.
Besonderheit: läuft auf PC, Mac und Linux sowie iOS, Android, Windowsphones und Blackberrys.

Microsoft OneDrive
Kosten: Frei bis 15 GB, 7,- Euro/Monat für 1.000 GB Speicherplatz
Sicherheit: 256bit-AES Verschlüsselung, Übertragung per SSL-Protokoll, Server weltweit.
Besonderheit: Der Service unterstützt die Office-Programme von Microsoft, Dateien können in der Cloud bearbeitet werden.

Google Drive
Kosten: Frei bis 15 GB, 9,99 US-Dollar/Monat für 1.000 GB Speicherplatz
Sicherheit: Übertragung per SSL-Protokoll, 128bit-AES Verschlüsselung, Server weltweit.
Besonderheit: Google Drive unterstützt die hauseigenen Office-Dateien wie Google Docs, Sheets usw.

SecureSafe
Kosten: Frei bis 100 MB, 12,- Schweizer Franken/Monat für 100 GB Speicherplatz.
Sicherheit:  AES-256 und RSA-2048 Verschlüsselung, 2-stufiger Login-Prozess möglich, Speicherung in hochsicheren Schweizer Datenzentren.
Besonderheit: Datenvererbung; im Todesfall können Daten an Begünstige übertragen werden.

STRATO HiDrive
Kosten: kein kostenloses Angebot; 7,50 Euro/Monat für 1.000 GB Speicherplatz.
Sicherheit: Übertragung per SSL-Protokoll, Verschlüsselung muss selbst vorgenommen werden, Server in Deutschland.
Besonderheit: Entwickler-Schnittstelle, nit der eigene Applikationen programmiert und angewendet werden können.

Apple iCloud
Kosten: Frei bis 5 GB, 9,99 Euro/Monat für 1.000 GB Speicherplatz.
Sicherheit: Übertragung per SSL-Protokoll, 128bit-AES Verschlüsselung, Server in den USA.
Besonderheit: Ist hauptsächlich für Apple-Geräte, speziell das iPhone konzipiert.

Bild: © 123rf.com / modella

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