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Wörtlich bedeutet der englische Begriff Usability „Nutzbarkeit“ oder „Verwendbarkeit“. Diese nüchterne Übersetzung trifft allerdings nicht den Kern dessen, was damit im deutschen Sprachgebrauch gemeint ist. Treffender ist da das ebenfalls häufig verwendete Wort Benutzerfreundlichkeit.

Ziel ist es, dem Nutzer den Umgang mit einem Produkt oder einer Anwendung so einfach wie möglich zu machen. Ein Beispiel: Schon Kinder, die noch zu klein sind, um lesen und schreiben zu können, sind in der Lage mit Tablets umzugehen. Intuitiv verstehen sie, wie sie mit Fingerbewegungen auf der Benutzeroberfläche mit den gezeigten Inhalten interagieren können. Diese Hardwaretechnologie ist buchstäblich kinderleicht zu bedienen und hat demnach eine hohe Usability.

Wesentlich ist eine hohe Benutzerfreundlichkeit beispielsweise auch im Bereich E-Commerce. Je übersichtlicher eine Seite gestaltet ist und je unkomplizierter ein Bestellvorgang in einem Onlineshop vollzogen werden kann, desto wahrscheinlicher, dass aus den Besuchern einer Seite auch Kunden werden. So sollte die Eingabe von Daten selbsterklärend, jederzeit korrigierbar und auf das Wesentliche beschränkt sein. Usability ist also auch und gerade bei digitalen Angeboten ein wesentlicher Faktor.

Auch für Usability gibt es eine Norm

Eine weitere Übersetzung für Usability lautet Gebrauchstauglichkeit. Für die gibt es sogar eine internationale Norm mit dem wenig benutzerfreundlichen Kürzel EN ISO 9241-11. Konkret handelt es sich hierbei um einen Standard für die Gebrauchstauglichkeit von Software. Die exakte Definition lautet wie folgt: „Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Nutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.”

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