Venture Loan ist ein gängiger Begriff dafür, andere sind Growth Debt, Venture Debt oder Venture Lending. In jedem Fall handelt es sich dabei um ein endfälliges Darlehen, das, im Gegensatz zum Tilgungsdarlehen, erst zum Ende der Laufzeit komplett zurückgezahlt werden muss. Venture Loans werden Startups auch bei höherem Risiko gewährt, dafür aber mit relativ hohen Zinsen belegt, die im Erfolgsfall auch zu Unternehmensanteilen gewandelt werden können.Daher spricht man hier auch von einem Wandeldarlehen.

Diese Form von Kapitalbeschaffung wird überwiegend von Unternehmen in Anspruch genommen, die schon ein paar Jahre existieren und sich in der Wachstumsphase befinden. Sie hilft auch, die Lücke zwischen zwei „regulären“ Finanzierungsrunden zu schließen – das nennt man dann Bridgen. Die Beträge, um die es dabei geht, können bis zu einer Million und auch darüber reichen.

Ein Vorteil von Venture Loans ist, dass sie flexibel realisierbar sind und kein aufwändiges Vertragswerk erfordern. Zudem müssen Startups nicht unmittelbar Anteile abgeben, behalten also vorerst mehr Kontrolle. Aus Gebersicht ergibt ein Engagement Sinn, wenn es sich um ein Unternehmen handelt, das schon ordentliche Umsätze einbringt und zudem über gutes Wachstumspotenzial verfügt, so dass das Risiko überschaubar bleibt.

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