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– Wenn dein Heimatland die Prokrastination ist –

Deadlines sind Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist eine Deadline der beste Weg um in die Gänge zu kommen, auf der anderen Seite ist sie eine Steilvorlage zur Prokrastination. Je näher die Frist rückt, desto mehr gibt es zu tun, desto bedrohlicher wirkt der Berg an Arbeit, den man da vor sich hat und desto weniger will man damit anfangen. Dieser Teufelskreis verstärkt sich noch um ein Vielfaches, wenn man die passenden Dinge zur Ablenkung da hat.

Die Ablenker!

Meine persönlichen Top 3 in der Übersicht:

3) Weirde Dinge, die auf meinem Schreibtisch liegen. Prokrastination macht unglaublich kreativ. Wenn Material zur Zerstreuung fehlt, wirkt plötzlich der letzte Mist auf dem Schreibtisch unglaublich interessant. Dann baue ich halt ein Visitenkartenhaus oder tackere ein Metallmuster in Notizzettel. Meine bisher größte Errungenschaft: Eine Armbrust, mit der man Pins auf die Pinnwand schießen kann. McGuyver wäre stolz gewesen.

2) Hausarbeit. Ich weiß, es klingt komisch. Im Alltag gibt es wenig was mich mehr nervt als anfallende Hausarbeit. Aber kaum habe ich eine größere Aufgabe zu bewältigen, fällt mir dann plötzlich ein, dass ich auch mal wieder wischen könnte, oder das eine wackelige Regal zusammenschrauben könnte… Und je größer die Aufgabe, desto wahnsinniger die Aktion. Solltet ihr also planen ein Haus zu bauen, gebt mir eine wichtige Aufgabe, ruft mich dann an und bittet mich beim Bau zu helfen. Das Haus wird in zwei Tagen fertig. Warum verrate ich euch das…?

1) Das Handy. Der ungeschlagene Favorit. Wer kennt das nicht? Großspurig Sätze wie „Heute wird früh geschlafen!“ in den Raum zu werfen, dann um 21h im Bett noch schnell den Handywecker stellen wollen und plötzlich ist es drei Uhr nachts und man guckt eine Dokumentation über das Paarungsverhalten von Zierfischen bei YouTube, während man bei Facebook den Persönlichkeitstest „Welches Satzzeichen wärst du?“ beantwortet. Unnötiger Mist, den niemand bra… hey Moment. Ich bin ein Gedankenstrich!

Was hilft?

Der erste Schritt gegen Prokrastination ist also klar. Handy aus! Und ich will keine Ausreden hören! Wer dienstlich erreichbar sein muss, kann WhatsApp Web nutzen und alles stumm schalten, was nicht die Anruf-Funktion ist. Damit fällt aber schon alles weg an Videos, Gifs, Mobile-Games, Social Media und so weiter. Natürlich ist Elektronik heutzutage unabdingbar in den meisten Jobs aber fokussiert euch auf ein Gerät! Niemand muss mit Handy und Tablet am Schreibtisch mit Laptop und Desktop-PC sitzen.

Als nächstes zählt für mich das Umfeld! Geht in euer Büro, in einen Coworkingspace, oder die Stadtbibliothek. Hauptsache das  Umfeld ist zum Arbeiten gemacht. In produktiven Umfeldern ist man automatisch auch produktiv. Zum einen, weil der Raum eine klare Funktion hat und sich für die meisten anderen Funktionen nicht eignet. Zum anderen, weil andere Leute da sind, die arbeiten und da will man nicht unangenehm auffallen.

Das Stichwort lautet Isolation! Nicht im Bezug auf euch (bitte nicht), sondern im Bezug auf euer Schaffen. Wenn ihr auf eine Deadline oder ein Projekt mit hoher Relevanz hinarbeitet, isoliert euren Arbeitsprozess. In dem Moment in dem ihr arbeiten wollt/sollt, sollte eure Arbeit das Naheliegendste und Erreichbarste sein, was ihr tun könnt.

Und jetzt hört auf Kolumnen im Internet zu lesen und geht an die Arbeit 😉

Stay Witty!

 

 

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