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Dieses mal sehen wir uns in unserer Serie Marktbegleiter Startups an, die mit Narando in der Audio Content Branche unterwegs sind. Hierzu zählen wir auch einige Voice Assistant Startups.

Denn:

Wenn man Entrepreneur-Guru Gary Vaynerchuk glauben mag, dann sind Audio und Voice the next big thing.

Ist auch irgendwo logisch:

Mit Amazons Alexa, Google Assistant, Apples Siri und Microsofts Cortana wird nicht nur Audio Content leichter konsumierbar, es ergeben sich auch komplett neue Interaktionsmöglichkeiten mit Tech und Content.

Und:

Wo das passiert, entstehen neue Geschäftsmodelle.

Welche Probleme lösen Audio- und Voice-Produkte?

Ganz offensichtlich ist vor allem eine Problemstellung: Audio-Lösungen machen immer da Sinn für den Kunden, wo er Augen und Hände frei halten muss, aber Kapazität in der Aufmerksamkeit frei hat:

Beim Autofahren, Sport, Hausarbeit, in der Bahn.

Aber auch viele Arbeiten lassen dem Kunden noch eine Menge Attention-Space und somit die Möglichkeit bsw. zur Weiterbildung. Ein Feld auf dem Narando u.a. mit Corporate Content ansetzt, der eigenes für die Mitarbeiter entwickelt und produziert wird.

Übrigens funktioniert das Prinzip Radio und (Radio-Werbung) so seit Jahrzehnten.

Nur:

Durch Voice Assistants haben wir mittlerweile einen Backchannel für Interaktionen.

Internationales Business Model

Was muss man nicht können, um Audio Content zu konsumieren?

Lesen.

Daher entwickeln sich Audio Produkte insbesondere auch in Märkten, in denen Analphabetismus noch ein großes Thema ist.

Eine Auswahl an Audio Content und Voice Assistant Startups

Mercury.ai Starten wir vorweg mal direkt mit einem anderen Bielefelder Startup. Mercury baut Chatbots und Conversational Platforms. In erster Linie funktionieren Chatbots zwar über Text in Messengern. Aber:

Der Interaktions-Schritt zum User über Text2Speech und zurück in die Maschine kann naheliegender nicht sein. Somit haben wir einen Anbieter für die passende Schnittstelle ebenfalls direkt im Ökosystem sitzen.

Audioburst die Suchmaschine für Radio- und Audio Content. Mit Natural Language Processing, AI und Kuratierung will das Startup aus Tel Aviv Hörinhalte einfacher auffindbar und zugänglich machen. Dazu lässt es sich auch mit Voice Assistants verbinden, so dass man über Alexa per Sprachbefehl nach Inhalten suchen kann.

Audioburst versteht sich als Twitter für Audio, das lange und schwer überschau- bzw. überhörbare Inhalte in kleinere und leicht auffindbare Chunks aufteilt. Anfang 2018 hat Samsung gerade 4,6 Millionen Dollar investiert.

Kieku aus Finnland verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell und will Audio Inhalte und Nutzerverhalten analysieren. So kann es dei passenden Inhalte danach auswählen und anbieten, was der Nutzer wirklich hört und die Inhalte, die geskipped werden ausschließen.

Fenda ist ein chinesisches Startup, das eine Q&A Plattform vergleichbar mit Quora oder GuteFrage.nde aufbaut, mit dem USP, dass Celebrities und Experten die Fragen per Audio Recording beantworten.

Anchor.fm  will das YouTube für Podcasts werden. Es war noch nie einfacher, selbsterstellte Podcast Inhalte hochzuladen, nachzubearbeiten und über ein einfaches UI in mehr als 10 verschiedene Plattformen zu veröffentlichen. Darüber hinaus bietet Anchor auch Interaktionsmöglichkeiten zwischen Podcastern und ihren Hörern an.

TuneFork wieder aus Israel hat ein Produkt entwickelt, dass den individuellen Gehör-Abdruck des Nutzers ermittelt und die Audio-Wiedergabe an genau diese Präferenzen anpasst.

Spinlogics aus Indien entwickeln ein AI-basiertes Produkt, das als persönlicher Assistent Aufgaben für seine Nutzer erledigt. Die Erklärung klingt in etwa wie das, was wir bei der Google I/O 2018 vom selbstständig telefonierenden Google Assistant gesehen haben – aber in beliebigen OS anwendbar.

Verbit ebenfalls aus Israel ist ein AI-Startup das sich auf Speech2Text spezialisiert hat und aus Audio Recordings und. Videos lesbare Dokumente generiert.

VoxSnap bietet einen automatisierten Prozess, um Text Inhalte in Audio Content umzuwandeln und in Webseiten und verschiedene Portale und Kanäle einzubinden.

Alrawi hat ein ganz ähnliches Audio Business Model wie VoxSnap, spezialisiert sich aber auf den arabischen Markt mit einem Fokus auf Educational Content.

Zukunftsvision Augmented Ear-Reality

Denken wir an Augmented Reality dann kommen uns als erstes visuelle Layer in den Sinn, die per Telefon-Display oder AR-Brillen über die sichtbare Welt gelegt werden.

Richard Gutjahr orakelte bereits in unserem Interview vor einem Jahr, dass auch Audio-Ebenen, die bsw. über Apple EarPods eingespielt werden können, denkbar sind. Quasi die Stimme im Kopf, die uns zusätzliche Informationen über das was wir sehen und hören liefert.

CRM Informationen im Kundengespräch, die personalisierte Stadtführung oder auch Produktinformationen über einen Artikel, den wir uns gerade im Store betrachten.

Dive Deeper

Voice Tech Landscape mit über 150 Startups

Das Beispiel des chinesischen Marktes ist interessant, denn hier zeichnet sich seit 2 Jahren ab, dass Nutzer bereit sind besonders für Audio-Inhalte zu bezahlen (wo Videos und E-Books oft piratisiert wurden). Besonders erfolgreich in China sind übrigens Lern-Inhalte zum Hören.

Die folgende Infografik gibt Euch nochmal einen guten Einstieg in das Potenzial von Audio Content:

Is Audio The Next Big Thing In Digital Marketing? Infographic
Infographic brought to you by Crazy Egg Analytics

Artikelbild Matt Collamer on Unsplash