Die Founders Foundation, Schüco und Dr. Wolff eröffnen am 1. Juni den Club, um Mittelstand, Start-Ups und Experten rund um die digitale Transformation zusammenzubringen.

Bielefeld. Mit der Founders Foundation in Bielefeld hat die Bertelsmann Stiftung 2015 ein Ausbildungscamp für Start-Ups in OWL geschaffen. Ausgehend von der Ausbildung der nächsten Unternehmergeneration, gehen die Founders Foundation mit den Unternehmen Schüco und Dr. Wolff nun den nächsten Schritt: In Bielefeld eröffnen sie den Pioneers Club, um mittelständische Unternehmen, Start-Ups und Experten rund um die digitale Transformation zusammenzubringen.

Noch arbeiten Handwerker am Feinschliff des 800 Quadratmeter großen Pioneers Club mit festen und flexiblen Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen, Loungebereichen und einer Dachterrasse im Stil der Founders Foundation. Doch bereits am Donnerstag ziehen die ersten Teams ein, um neue digitale Geschäftsideen zu entwickeln.

Das Motto der Neugründung: Mitmachen statt Zusehen. „Digitalisierung ist eine Zukunftsausgabe, die Unternehmen nur gemeinsam meistern können“, erklärt der Geschäftsführer des Pioneers Club, Andreas von Estorff. In einer Region wie OWL mit starkem Mittelstand und Weltmarktführern können Unternehmen die Synergien, die durch Austausch und Zusammenarbeit im Pioneers Club entstehen, nutzen, um ihre digitale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. „In der Region haben es die Unternehmen schon immer verstanden zusammenzuarbeiten, um OWL als starke Marke auf die Landkarte zu bringen“, sagt der CFO der Founders Foundation, Dominik Gross.

„Auf dem Weg zu einem Silicon Valley in OWL“

Den Pioneers Club beschreibt das Team um Andreas von Estorff als einen Baustein auf dem Weg zu einem Silicon Valley in OWL. „Um Talente in der Region zu halten, muss auch das Arbeitsumfeld passen.

Deshalb ist der Pioneers Club auch noch kein fertiges Produkt, sondern lebt von Weiterentwicklung.“ Erste Erfolge gibt es bereits: Das Start-Up Kwiqjobs des Bielefelders Wilhelm Klatt hat sich gegen einen Umzug in die USA entschieden, um bei der Gründung des Pioneers Club dabei zu sein. „Um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu lösen, müssen digitale Talente nicht mehr nach Berlin oder San Francisco“, ergänzt der CEO der Founders Foundation, Sebastian Borek. „Denn eine Plattform für freien Informations- und Wissensaustausch zur Digitalisierung in Unternehmen und Gesellschaft gibt es nun auch in OWL.“

Ohne öffentliche Werbung sind bereits mehr als 50 Prozent der rund 80 Plätze im Pioneers Club vermietet. „Der Zulauf ist sehr gut. Uns geht es dabei jedoch nicht um schnelle Vermietung, sondern um eine qualitativ hochwertige Auswahl der Mitglieder“, erklärt von Estorff.

Was hinter der Idee des Pioneers Club steckt, zeigt das Team vom 16. bis zum 18. Juni mit dem „Founders Hack“ der Founders Foundation, bei dem Unternehmen wie Miele, Boge, Benteler, Wortmann und Claas Teams des Pioneers Club echte Aufgaben aus ihrem Geschäftsbereich stellen. „Innerhalb von 48 Stunden entwickeln die Teams zum Beispiel ein Businessmodell für eine Pay-per-Use-Waschmaschine, die Miele auf den Markt bringen will“, erklärt von Estorff. Damit haben e Teilnehmer und Unternehmen die Chance, individuelle und innovative Lösungen für reale Probleme und Zukunftsvisionen der Wirtschaft zu entwickeln und darauf ein erfolgreiches Start-Up aufzubauen.

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