Bist du ein Mensch? 7   +   2   =  

Wie macht man erfolgreich Marketing für ein Startup? Oft ist noch gar kein greifbares Produkt da oder nur ein MVP, sodass ihr mehr eine Idee und eine Vision an die Kunden bringen könnt.

Aufmerksamkeit und Neugierde zu erzeugen ist die Pflicht, den daraus entstehenden Traffic in Kunden oder zumindest Leads zu konvertieren die Kür.

Aber wie sollen Interessenten konvertieren, wenn noch kein Kauf möglich ist?

Bevor ihr Hype und Buzz generiert, überlegt euch eine Strategie, mit der ihr die interessierten Menschen an euch binden und ein Commitment erreichen könnt. Im besten Fall melden sich Interessenten bei euch an und bestellen vor, buchen einen ersten Beta-Service oder lassen sich zumindest auf eine „Keep me posted“-Liste setzen.

Einige Kernfragen, mit denen ihr eurer Strategie einige Schritte näher kommt:

  • Was könnt ihr bereits anbieten?
  • Welche Themen solltet ihr besetzen?
  • Welchen Content produziert ihr dazu?
  • Habt ihr ein kostenloses oder Freemium Produkt?
  • Welche Conversions und CTAs machen Sinn?

So baut ihr Aufmerksamkeit auf

Erstmal muss euer Produkt natürlich eine Anziehungskraft auf die Kunden ausüben. Mit langweiligen Me-Too Produkten oder etwas ohne klaren Nutzen und Mehrwert, rückt heute niemand mehr seine Kontaktdaten geschweige denn Interesse raus.

Deutet euer Produkt nur an – macht aber auch kein Geheimnis draus. Die Menschen müssen ja schließlich erfahren, dass es euch gibt. Gebt Einblicke, was euer Produkt kann und wie es euren Kunden Nutzen bringen wird. Macht euer Angebot so spannend und interessant, dass die Kunden es ausprobieren wollen.

Ihr könnt eine Testversion anbieten. Möglicherweise auch Testprodukte an Influencer raus geben, die für euch den Nutzen des Produkts an die breite Kundschaft weiter kommunizieren und Reichweite schaffen.

Steht in allen Kanälen für Fragen zur Verfügung, beantwortet diese und lasst die Erkenntnisse aus den Rückfragen direkt in Produkt, Dokumentation und Kommunikation einfließen.

Baut eine Empfehlungs-Kampagne in der sowohl eure weiter empfehlenden als auch die von ihnen angesprochenen Kunden profitieren. Das können Gutscheine und Rabatte sein, viel besser aber noch exklusive Zugänge, Individualisierungen oder besondere Funktionen.

Exklusivität ist ein guter Punkt! Testet mal, nur per Einladung Zugang zu eurem Produkt zu bekommen. Teilt allen Anmeldungen mit, dass sie auf eine exklusive Warteliste kommen. Macht es zu etwas besonderem, dazu zu gehören.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Tools wie z.B. Maitre, die ihr einsetzen könnt, damit die Kunden sich durch Tweets oder Shares eurer Inhalte auf den Wartelisten-Positionen nach oben zu arbeiten. So haben die Kunden schneller Zugang zu eurem Produkt und ihr die Reichweite eurer Kunden bekommen.

Kostenloser Zugang kann unter Umständen auch ein guter Weg sein, um Kunden des Wettbewerbs auf euch aufmerksam zu machen und zumindest zu einem risikofreien Test eures Produkts zu animieren. Dann sollte aber auch genug Manpower, Content und Dokumentation zur Verfügung stehen, dass Onboarding und Tests exzellent verlaufen.

Macht das Anmelden so einfach wie möglich

Baut eure Anmeldeformulare so einfach wie möglich und fragt nur ab, was absolut nötig ist.

Nichtsdestotrotz dürft ihr mit Humor arbeiten und interessante Fragen stellen, die den Kunden bei bearbeiten Spaß machen.

Baut eure Formulare unübersehbar und klar abgesetzt in eure Webseite ein. Das beste Subscription-Form nützt nichts, wenn es die Menschen nicht auf eurer Seite wahr nehmen. Achtet trotzdem drauf, eure Besucher nicht zu nerven!

Macht euer Angebot risikolos!

Egal, ob B2C oder B2B: Je sicherer die Kunden sich sein können, dass sie nicht die Katze im Sack kaufen, desto höher die Chance für eine Anmeldung. Wenn es sich für Euer Business abbilden lässt, denkt über eine Geld-Zurück oder Zufriedenheits-Garantie nach, mit der ihr die Einstiegshürde noch einmal ein paar Stufen niedriger ansetzt, ohne zu wirken, als würdet ihr ein neues MySpace unter die Leute bringen wollen.

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