Mercury.ai ist eine Software-as-a-Service-Plattform zum Erstellen von Chatbots und Conversational AI mit besonderem Fokus auf möglichst natürlichem Dialog.

Was genau macht ihr?

Mercury.ai nutzt verschiedene Technologien, die heute gerne unter Künstlicher Intelligenz zusammengefasst werden und entwickelt damit eine Cloudsoftware, die Unterhaltungen zwischen Mensch und Computer ermöglicht. Die Software besteht aus verschieden Komponenten, mit unterschiedlichen Aufgaben: So muss zum einen die eigentliche Nachricht verstanden werden. Hier spricht man üblicherweise von Natural Language Understanding. Eine andere Komponente ist die Steuerung des Dialogs. Dies betrifft z.B. die Entscheidungen, wie das System antworten soll, und in welche Richtung eine Unterhaltung gelenkt wird. Auch Data Science, also der Umgang mit und die Analyse von Daten spielt eine große Rolle, denn diese liefern die Datengrundlage, das Wissen, worüber der Chatbot sich unterhalten kann.

Die Mercury.ai-Plattform bietet Unternehmen die Möglichkeit, Teile ihrer Kundenkommunikation, sei es Information oder Support, zu automatisieren. Dabei spielt es eine große Rolle, dass Text-Messenger heute der am stärksten genutzte Kommunikationskanal überhaupt sind und Unternehmen bisher keine skalierbare Möglichkeit hatten hier präsent und ansprechbar zu sein. Darüber hinaus werden auch Voice Interfaces wie Amazon Alexa und Google Home, also Systeme, mit denen wir zu Hause einfach sprechen können, immer populärer. Auch hier gibt unsere Technologie Firmen die Möglichkeit Angebote für Ihrer Kunden zu entwickeln.

Wann habt ihr gegründet?

Juni 2016

Warum habt ihr gegründet?

Wir glauben, dass die Art mit Computern zu interagieren gerade beginnt sich drastisch zu verändern. In den kommenden Jahren wird es immer normaler werden sich mit dem Computer (egal in welcher Form) in ganz normaler Sprache einfach zu unterhalten. Für diesen Wandel und für die Technologie, die eine solche Unterhaltung zwischen Mensch und Maschine ermöglicht, wir nennen das Conversational AI, teilen wir im Gründerteam eine große Begeisterung.

Nachdem wir aus Interesse und zum Test unserer Produktvision einen Prototyp entwickelt hatten und dieser sehr sehr gutes Feedback bekam, war für uns klar, dass eine Gründung der nächste logische Schritt war. Auch hatten wir durch diese Prototypenphase die Überzeugung gewonnen, genau das richtige Gründerteam mit allen benötigten Fähigkeiten zu haben.

Darüber hinaus bietet eine eigene Firmengründung natürlich Entscheidungsfreiheit und Handlungsgeschwindigkeit, die es braucht um so ein Innovationsthema voranzutreiben und die man in den meisten großen Unternehmen nicht findet.

Erzählt kurz was über euer Gründungsteam

Wir haben ein ungewöhnlich großes Gründungsteam. Das liegt vor allem daran, dass wir uns als Technologie-Startup mit Conversational AI einem Thema widmen, das in gleich mehreren Spezialdisziplinen sehr tiefes Wissen erfordert. Wir haben mit Dr. Christina Unger, Sherzod Hakimov, Maximilian Panzner, Janik Jaskolski und Prof. Dr. Philipp Cimiano (aus dessen Arbeitsgruppe am Excellenzcluster CITEC alle genannten kommen) sowie Jens Kretschmann, Michael Franke und Stefan Trockel ein Team, das von sehr tiefem Fachwissen aus den verschiedenen Feldern AI, Computerlinguistik, Data Science und semantischen Technologien bis hin zur User Experience, Service Design, Enterprise Software Integration und Erfahrung in der Durchführung mit großen IT-Projekten alles abdeckt, was für ein SaaS-AI-Startup wichtig ist.

Neben den inhaltlichen Fragen funktionieren wir auch menschlich als Team sehr gut.

Was sind eure aktuellen größten Herausforderungen?

Wir müssen unser Engineering-Team vergrößern, da wir unsere Plattform soweit entwickeln müssen, dass Implementierungspartner darauf neue Kunden selbständig bedienen können und nicht mehr nur wir neue Bots auf der Plattform schaffen können. Dazu gehört dann in der Folge auch das „Enablement“ der Agenturpartner.

Welches Vorbild (Startup/Person) habt ihr?

Stewart Butterfield, der Gründer von Slack und Flickr ist schon ganz gut.
Aber wir schauen gar nicht so sehr auf andere Startups und den Kult, der da teilweise drum gemacht wird. Wir sind vor allem begeistert von der Möglichkeit, mit unserem Wissen und den Fähigkeiten des Teams etwas sehr spannendes Neues zu entwickeln und so die große Veränderung darin, wie Menschen mit Technologie interagieren mitzugestalten. Dass wir dabei ein ungeheuer großes Maß an Freiheit genießen, ist natürlich auch sehr reizvoll.

Wie werdet ihr Geld verdienen?

Unsere Plattform, bestehend aus Chatbot Framework, Dialog Engine sowie die Natural-Language-Processing-Komponenten werden im SaaS-Modell lizensiert und jeweils individuell implementiert. Die Implementierung bieten wir auch an, werden dafür aber zunehmend mit Agenturpartnern zusammenarbeiten.

Wie seid ihr finanziert?

Wir haben zufriedene Kunden und wachsen aktuell organisch. Wir schließen aber eine zukünftige Finanzierung durch Fremdkapital auch nicht aus.

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