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Das Team von Smabarrel will in Äthiopien neue Arbeitsplätze schaffen. Dazu entwickeln sie einen rollbaren Kanister, der lokal produziert wird. So erleichtern sie vielen Einwohnern den Zugang zu Wasser und schaffen neue Arbeitsplätze.

Was genau macht ihr?

Die Wasserversorgung ist in den meisten Regionen Äthiopiens Frauen- und Kinderaufgabe. Als Gefäß dienen bislang Eimer oder Wasserkanister mit maximal 20-30 Liter Füllmenge. Gerade in den Trockenperioden entstehen noch weitere Entfernungen zur nächsten Quelle, die es für die Landbevölkerung zurückzulegen gilt. Denn viele Regionen haben aus unterschiedlichsten Gründen noch keine gelungene Infrastruktur und Brunnen in der Nähe. Diesen Menschen muss auch geholfen werden.

Der SMABARREL entlastet die Menschen zeitlich und körperlich enorm. Rund 85% der Landbevölkerung sind von ihrer Landwirtschaft und somit auch von Wasser abhängig. Die komplette Umsetzung wird vor Ort. So wird ein grundlegendes Problem der Wasserversorgung in einem der ärmsten Länder der Welt angegangen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit gefördert.

Wann habt ihr gegründet?

Wir haben nicht gegründet und werden in Form unserer Enactusarbeit das Start-Up an einen Exit-Partner vor Ort weitergeben. Dieser behält die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit des Start-Ups im Auge. 

Warum habt ihr gegründet?

Wir haben SMABARREL gegründet, weil keiner der aktuellen Konkurrenzprodukte eine nachhaltige Arbeit, wie zum Beispiel mit neuen Arbeitsplätzen, liefert. Die Zielgruppe ist darauf angewiesen, dass Unternehmen, NGOs etc. diese Produkte aufkaufen und spenden. Das wollen wir ändern.

Erzählt kurz was über euer Gründungsteam

Unsere Dachorganisation ist Enactus. Enactus ist eine internationale Studierendenorganisation mit dem Ziel soziale und ökologische Probleme durch wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu lösen.

Die Menschen, die hinter SMABARREL stehen, sind wissbegierig, motiviert und Leistungsgetrieben. Wir sind Teamplayer, Projektmanager und Weltveränderer. Wir durchleuchten unsere Arbeitsweisen kritisch und versuchen uns stetig zu verbessern. Wir arbeiten an diesem Projekt unentgeltlich, die Ergebnisse und unsere neuen Erfahrungen sind unser Lohn. Bei uns wird gemacht, nicht geredet.

Wir haben uns in Ressorts aufgeteilt: Marketing, Operations, Finance & Controlling, Engineering. Wir haben flache Hierarchien und als Projektleiterin sehe ich mich insbesondere als Motivatorin und packe in jedem Ressort mit an.

Was sind aktuell eure größten Herausforderungen?

Wir arbeiten noch sehr viel am Prototypen und verbessern diesen stetig. Die Ergebnisse unterschiedlicher Interviews und Umfragen helfen uns dabei, eine richtige Richtung einzuschlagen. Doch damit am Ende das Produkt in Äthiopien vorhanden ist und Arbeitsplätze schafft, brauchen wir Menschen, die in uns investieren möchten und uns finanziell unterstützen. Wir möchten im Februar/März nach Äthiopien fliegen und unsere Kooperationspartner und Zielgruppe vor Ort kennenlernen. 

Wie werdet ihr Geld verdienen?

Wir verdienen kein Geld an diesem Projekt, aber die Menschen, welche die Produkte herstellen werden einen gerechten Lohn erhalten und Frauen können durch eine bessere Wasserversorgung höhere Erträge in ihrer Landwirtschaft erzielen.

Wie seid ihr finanziert?

Kaum zu glauben, bisher haben wir alles ohne Geld geschafft. Aber im Februar und März können wir uns nicht mehr auf unsere Kreativität verlassen und brauchen Menschen und Unternehmen, die in uns investieren möchten.