Für viele ist Steve Jobs die Ikone des Computerzeitalters schlechthin und ein kaum erreichbares Vorbild. Dabei lief auch für den Apple-Manager nicht immer alles rund, doch hat er sich nie beirren lassen und hat sich an seine Regeln gehalten. Welche das waren, sagen wir hier.

Einer der besten Kenner von Steve Jobs ist der amerikanische Autor und Coach Carmine Gallo. Er hat mehrere Bücher über ihn geschrieben, unter anderem „The Presentation Secrets of Steve Jobs“ Als goldene Regeln, nach denen der Erfolgsuntenehmer sein Leben ausgerichtet hat, nannte er folgende sieben:

  • Tu, was du liebst. Jobs hat einmal gesagt: „Leidenschaftliche Menschen können die Welt zum Besseren verändern.“ Danach gefragt, welchen Rat er aufstrebenden Entrpreneuren geben würde, meinte er: „Ich würde einen Job als Kellner oder ähnliches annehmen, bis ich herausgefunden habe, was ich wirklich leidenschaftlich gern tue.“ Leidenschaft war alles für ihn.
  • Hinterlasse einen Eindruck im Universum. Job glaubte an die Kraft der Vision. Er fragte einst den damaligen Pepsi-Chef John Sculley: „Willst Du Dein Leben damit verbringen Zuckerwasser zu verkaufen, oder willst Du die Welt verändern?“ Seine Maxime: nie die große Vision aus den Augen verlieren.
  • Stelle Verbindungen her. Jobs hat einmal gesagt, Kreativität sei, Dinge zu verbinden. Er meinte, Menschen mit einer Fülle an Erfahrungen könnten oft Dinge erkennen, die andere nicht wahrnehmen würden. Steve Jobs nahm Kalligraphieunterricht, der für ihm keinen praktischen Nutzen hatte – bis er den Macintosh baute. Er reiste nach Indien und in andere asiatische Länder. Lebe nicht in einer Blase. Verbinde Ideen aus unterschiedlichen Bereichen.
Das Apple-Logo von 1976 bis 1998

Das Apple-Logo von 1976 bis 1998

  • Sage nein zu 1.000 Dingen. Jobs war genauso stolz auf die Sachen, die Apple nicht machte, wie auf die, die es machte. Als er 1997 zu dem Unternehmen zurückkehrte, reduzierte er die Zahl von 350 Produkten auf 10 innerhalb von zwei Jahren. Warum er das tat? So konnte er für jedes Produkt die besten Leute einsetzen, lauter „A-Teams“.
  • Schaffe radikal andere Erlebnisse. Jobs war auch immer auf der Suche nach neuen Erlebnissen für die Kunden. Als er das erste Mal das Konzept für die Apple Stores vorstellte, sagte er, sie würden anders sein, denn dort würden nicht nur Pakete über den Ladentisch geschoben, die Läden würden Leben bereichern. Alles an dem Erlebnis, in eine Apple-Geschäft zu gehen, soll dein Leben bereichern und eine emotionale Bindung zwischen dir und der Marke Apple schaffen.
  • Beherrsche die Botschaft. Du kannst die beste Idee der Welt haben, aber wenn du die Idee nicht kommunizieren kannst, spielt das keine Rolle. Jobs war der beste Geschichtenerzähler der Welt, wenn es um sein Unternehmen ging. Er lieferte nicht einfach nur eine eine Präsentation ab wie die meisten; er informierte, er lehrte, er inspirierte und er unterhielt, alles in einem Vortrag.
  • Verkaufe Träume, nicht Produkte. Jobs eroberte unsere Vorstellungskraft, weil er seine Kunden wirklich verstanden hat. Er wusste, dass Tablets uns nicht faszinieren würden, wenn sie zu kompliziert wären. Das Ergebnis? Ein Knopf auf der Vorderseite des iPads. Das ist so einfach, ein Zweijähriger kann es benutzen. Die Kunden interessieren sich nicht zuerst für ein Produkt. Sie interessieren sich zuerst für sich selbst, ihre Hoffnungen und Wünsche. Jobs lehrte uns: Wenn du deinen Kunden hilfst, ihre Träume wahr werden zu lassen, wirst du sie für dich gewinnen.

Bild ganz oben: Steve Jobs bei der ersten Präsentation des iPhone 2007