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Vergangene Woche stellten wir euch die KPMG Studie zur Gesundheit australischer Gründer vor. Wir sind uns sehr sicher, dass Arbeitslast, Stress und extrem hoher Druck nicht exklusiv für Australien ist, sondern zum Gründeralltag dazu gehört und sogar einen gewissen Reiz ausüben kann.

Die wichtige Frage ist: Wie gehen wir mit Belastungen wie Stress richtig um?

Eine These von WIRED Co-Founder Kevin Kelly lautet sinngemäß: Probleme, die durch Technologie entstehen, lassen sich mit mehr Technologie wieder in den Griff bekommen. Erhöhte Arbeitslast, Screentime, Gehirn unter Dauerstrom und mangelnde Bewegung gleichen wir mit Schlaftrackern, Fitnessarmbändern, Bildschirmen, die abends orange werden und Mindfulness-Apps aus.

Das mag für Außenstehende zunächst irrsinnig aussehen – ist aber der normale (und nicht immer Vorhersehbare) Verlauf technologischer Entwicklungen. Nehmen wir nur das Beispiel Verkehrsampel oder Airbags, die sich aus der Notwendigkeit immer zahlreicher und schneller werdenden Autos ergeben haben. So etwas plant niemand, sondern es wird auf neue Herausforderungen reagiert.

Technisch begleitete Meditation ist dabei keine Ausnahme. Der eigentliche Kern ist eine Jahrtausende alte Technologie, die durch moderne digitale Ergänzungen zu einem bestimmten Zweck in den Alltag integriert wird. Wir müssen nicht gleich in ein buddhistisches Kloster gehen oder in ambitionierten Yoga-Posten verharren, sondern können in 5, 10 oder 20 Minuten Häppchen gezielt den Kopf frei bekommen, um danach wieder an die Arbeit zu gehen.

Übrigens wurden Achtsamkeit und Meditation bereits in den Siebzigern in die Businesswelt eingeführt. Dabei ging es damals vor allem darum, den Geist zu beruhigen, über den Tellerrand der etablierten Denkmuster hinaus zu schauen und neue Lösungen für neue Probleme zu finden.

Und vielleicht steckt ja sogar noch ein Business Model drin.

Denn: Wenn die Tech- und Gründerszene in einem gut ist, dann darin Probleme zu lösen. Insbesondere, wenn die Probleme in der eigenen Mitte auftreten und sich somit die Fokusgruppen und Zielkunden in greifbarer Nähe befinden. Headspace, Calm, 7Mind sind euch bestimmt schon im App-Store begegnet. Vielleicht nutzt ihr sogar eine der Meditations- und Achtsamkeits-Apps.

Aber wusstet ihr, dass Headspace letztes Jahr 35 Millionen US-Dollar Funding bekommen und Calm gerade im Juni 27 Millionen Dollar in seiner Series A eingesammelt hat und nun mit knapp 250 Millionen Dollar bewertet wird?

Ist auch kein Wunder, wenn immer mehr Studien zeigen, dass mentale Fitness im direkten Zusammenhang mit Geschäftserfolg steht. Dann möchte ich als Founder oder Investor Burn-out Fälle bei Gründern und Startup-Mitarbeitern natürlich vermeiden. Und schon haben wir hier ein handfestes Health-Care Business, dessen Volumen in den USA alleine auf 1,1 Milliarden Dollar geschätzt wird. 7,4% des alternativen Health-Care Marktes.

Was tut ihr für eure mentale Fitness und die eures Teams? Lasst es uns wissen! Auf Facebook oder hier.

Dive Deeper

Wenn ihr euch etwas eingehender mit dem Thema beschäftigen möchtet, findet ihr bei Michael Kurth (aka Curse – ja genau, der Rapper) und Laura Seiler guten Einstiegs-Content im deutschsprachigen Raum.

Oder ihr ladet euch eben Headspace, Calm oder 7Mind auf euer Smartphone.

Artikelbild: Tim Goedhart on Unsplash