Bist du ein Mensch? 4   +   2   =  

Vor einigen Wochen zog das Paderborner Startup StudyHelp aus den Räumen des TecUP aus und steht nun im eigenen Office auf eigenen Beinen. Co-Founder Carlo Oberkönig erzählt euch, worauf ihr bei diesem wichtigen und großen Schritt für euer Unternehmen achten solltet.

Hey Carlo, beschreibe doch einmal StudyHelp kurz und was ihr genau macht und wieso Ihr aus dem TecUP ausgezogen seid.

StudyHelp ist der größte Prüfungsvorbereiter Deutschlands. Wir helfen Schülern und Studierenden vor allem im Fachbereich Mathe genau dann, wenn der Schmerz am größten ist: nämlich kurz vor der Prüfung. Mit unseren ein- bis dreitägigen Intensivkursen können unsere Kursteilnehmer ihr erlerntes Wissen überprüfen und vertiefen. Daniel Jung, „Europas größter Mathe YouTuber“, ist dabei unser stärkster Partner. Mit unseren Präsenzkursen vor Ort und unseren Lernmaterialien ergänzen wir sein Angebot aus Online-Lernvideos, sodass unsere Kunden möglichst stressfrei, günstig und flexibel auf ihre jeweilige Prüfung vorbereitet werden. Gestartet sind wir im Jahr 2013 und sind heute, nur 4 Jahre später, an mehr als 200 Standorten in Deutschland sowie in den sieben größten Städten Österreichs vertreten. Unsere Vision? Das größte Bildungsunternehmen Deutschlands zu werden!

Nach 4 Jahren TecUP war es langsam an der Zeit auf eigenen Beinen zu stehen. Sowohl wir als Unternehmer als auch unser Team sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen und damit der TecUP Manufaktur entwachsen.

In diesem Video aus dem Founders Channel könnt Ihr StudyHelp näher kennen lernen und auch einen Blick ins Office werfen:

Wie seid Ihr bei der Bürosuche vorgegangen und was waren Eure Wünsche ans neue Office?

Ganz ehrlich? Google aufgerufen, „Büro mieten Paderborn“ eingegeben und die Portale durch geklickt. Uns war es wichtig, dass unser neues Office auch uns selber widerspiegelt: Räumliche Flexibilität, vernetztes Arbeiten, Freiraum für kreatives Gestalten und ein Miteinander auf Augenhöhe. Also im Klartext: Wir wollten ein modernes Großraumbüro, in dem wir alle auf einem Haufen hocken und uns jederzeit austauschen können. Leider waren viele gewerbliche Flächen zu „0815“: mit vielen kleinen Büroräumen, alten staubigen Teppichen und einfach irgendwie altbacken. Nach etlichen Besichtigungen haben wir ein modernes, offenes Großraumbüro mitten in der Paderborner City gefunden. Am Puls der Zeit, fast jeder kann morgens zu Fuß kommen und auch nicht zu unterschätzen: kurze Wege zu allen Fast-Food-Ketten!

Was waren im TecUP die größten Hilfen in der Gründungs- und ersten Skalierungsphase?

Eigentlich lautet unser Motto ja: Einfach mal machen! Trotzdem ist es in der Anfangsphase unheimlich hilfreich einen „Kümmerer“ wie TecUP auf seiner Seite zu wissen. TecUP hat uns die einmalige Möglichkeit gegeben, an einem Ort zusammenzukommen und innerhalb einer professionellen Atmosphäre an unserer Geschäftsidee zu arbeiten. Auch das notwendige Übel – also einen Businessplan schreiben – war mit Unterstützung nur halb so wild. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid. Neben den kostenlosen Räumlichkeiten haben uns vor allem die Coachings weit nach vorne gebracht. Gerade zu Beginn ist es sehr hilfreich, wenn objektive Coaches deine Gründungsidee kritisch hinterfragen und dir Alternativen aufzeigen. Als Gründer ist man oft in seiner eigenen kleinen Welt gefangen. Die TecUP Coaches haben dafür gesorgt, dass man auch mal nach rechts und links schaut und dabei das große Ganze nicht aus den Augen verliert. Auch der Zugang zu dem Netzwerk von Experten hat uns sehr weitergeholfen: Bei der GmbH-Gründung konnten wir z.B. auf Kontakte zu Notaren und Steuerberatern zurückgreifen.

Welche Hürden musstet Ihr beim Umzug in die neuen Räume umschiffen? Was hätte Euch geholfen, wenn Euch vorher jemand gesagt hätte, worauf Ihr achten müsst?

Der Umzug fiel leider in die heißeste Phase unseres (Geschäfts-)Jahres, also genau in die Abi-Phase. Zu der Zeit bieten wir für über 6000 Schülerinnen und Schüler Kurse an über 200 Standorten in ganz Deutschland an. Neben der Organisation von rund 300 Crashkursen mussten wir also zusätzlich noch Bullis mieten, Möbel kaufen und aufbauen. Das im Vorfeld festgesetzte Budget natürlich stets im Auge. Unser neues Bürokonzept sollte möglichst einfach umzusetzen und sehr günstig sein aber gleichzeitig sexy aussehen. Dabei haben uns diverse Internetportale mit DIY-Sachen bei der Inneneinrichtung inspiriert. Meiner Meinung nach ist uns das sehr gut gelungen!
Was uns vorher jemand hätte sagen sollen? Dass so ein Internetanschluss über 4 Wochen dauert! Zwei Wochen über unsere Smartphones zu surfen ist nicht so prickelnd.

Wie unterscheidet sich nun die Arbeit im eigenen Büro von der im TecUP? Habt Ihr bspw. gezielt nach Räumen gesucht, in denen Ihr Eure Videos produzieren oder auch Kurse halten könnt?

Das neue Büro sollte die nächste Phase unseres Unternehmens einläuten und genug Platz für die nächsten 3 Jahre bieten. Das war unser Hauptkriterium. Wir haben gezeigt, dass unser Produkt skalierbar ist. Jetzt wollen wir noch weiter an der Qualität unserer Kurse und an unseren nächsten Expansionsschritten arbeiten. Dementsprechend wird auch unser Team kontinuierlich weiter wachsen und in das neue Büro hineinwachsen. In unserem früheren 30 qm Büro saßen wir teilweise wie Hühner auf der Stange. Auf 200qm haben wir nun die Chance, unsere eigene Firmenkultur zu erschaffen und uns ganz neu zu entfalten. Man spürt förmlich, wie motiviert das gesamte Team bei der Arbeit ist. Wirklich jeder, der das Büro betritt, spürt einfach den Spirit! Jeder hat das Gefühl, das einfach alles möglich ist. Und natürlich ganz wichtig: Jetzt haben wir endlich Platz für einen Kickertisch, der durfte natürlich nicht fehlen!

Was hat sich für Eure Kunden durch die Weiterentwicklung verbessert?

Unsere Kunden werden unsere Entwicklung vor allem in der nächsten Kursphase spüren, da wir unser Team in allen Bereichen weiter verstärkt haben. Dadurch können wir unsere Dozenten noch besser schulen und die Lernmaterialien für unsere Kurse optimieren. Zusätzlich haben wir aus der vergangenen Kursphase viel Feedback sammeln können, um unser Angebot noch besser an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Auf Wunsch der Schüler werden wir also in der nächsten Saison noch mehr Prüfungsaufgaben anbieten, ein Kursbuch mit Übersichten herausgeben und das aller wichtigste: wir werden unser Angebot auf weitere Abiturfächer ausweiten! Das Schöne bei all diesen Neuerungen: Durch die Weiterentwicklung unserer IT-Struktur können wir nun mehr Kunden mit einem größeren Angebot bei gleichzeitig weniger manuellem Aufwand glücklich machen.

Welchen Tipp kannst Du Gründern und Startups bezüglich der Wahl des Arbeitsplatzes geben?

Zu Beginn ist es wirklich total egal, wo das Büro ist und wie es aussieht. Wenn man für seine Idee brennt, reicht auch Mamas Keller oder dein altes Kinderzimmer – einfach mal machen! Wer die Möglichkeit hat, sollte sich bei Co-Working-Spaces einbuchen, um sich mit anderen Gründern austauschen zu können.
Ist dann irgendwann die Phase erreicht, in der man mit Umsätzen rechnen kann, steht den eigenen Räumlichkeiten nichts mehr im Weg. Ich verspreche euch: Das gibt nochmal einen richtigen Motivationsschub!

Wie geht es mit StudyHelp weiter? Was sind Eure nächsten Schritte?

Aktuell verdienen wir unsere Brötchen mit Intensivkursen für das Fach Mathematik. Doch das ist nur der Anfang. Unsere Vision ist es ja schließlich, das größte Bildungsunternehmen Deutschlands zu werden. Daher bieten wir 2018 für drei weitere ABI-Fächer Kurse an und bauen den Markt in Österreich weiter aus. Mehr darf ich an dieser Stelle noch nicht verraten, aber ihr dürft gespannt sein 😉

Welche Unterstützung würde Euch für die Zukunft weiter helfen? Sucht Ihr z.B. gerade nach Verstärkung für Euer Startup?

Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Praktikanten und Investoren: Ihr seid jung, kreativ und sucht einen der geilsten Praktikumsplätze im Raum OWL? Bei dem eure Stimme und euer Einfluss auch etwas zählen? Dann kommt zu uns! Hier dürfen sich Studierende aller Fachgruppen jederzeit bewerben!

Für den ganz großen Knall, der „Delle im Universum“, benötigen wir noch etwas Kohle und halten daher immer die Augen nach Investoren auf!