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Aus Fehlern lernen wir. Darum sind Fehler gut und wichtig. Aus Fehlern anderer zu lernen, kann aber einen erheblich entspannenden Faktor im Startup-Alltag ausmachen.

Wer heute am 5.7. noch etwas aus erster Hand zum Scheitern hören möchte: In der Weberei Gütersloh findet ab 19 Uhr die 6. Fuckup Night OWL statt! Hier könnt ihr euch noch anmelden.

CBinsights hat neulich eine Infografik veröffentlicht in der sie die 20 häufigsten Gründe aufgelistet haben, warum Startups scheitern. Dazu haben sie 253 Startup Fails ausgewertet und analysiert.

Hier greifen wir mal die Top 10 auf und geben euch ein bisschen Futter um noch tiefer in der Thema einzusteigen.

Um uns aufs Scheitern einzustimmen, vorab ein Zitat von einem alten Mann mit Zigarre, für den Scheitern nicht nur das Ende eines Unternehmens, sondern buchstäblich das Ende der Welt (wie wir sie heute kennen) bedeutet hätte:

Die Top 10 Gründe, warum Startups scheitern:

1. Kein Bedarf im Markt

Probleme anzugehen, die interessant sind aber keinen Markt haben war der Top-Grund, der in 42% aller Fälle angegeben wurde. Kein Bedarf bedeutet: Keine Kunden. 

Das Beispiel das CBinsights zitiert stammt vom Startup Patient Communitcator: „Ärzte wollten mehr Patienten. Nicht eine effizientere Praxis.“
Wobei man hier einwerfen könnte: Das Startup hätte nach Ärzten suchen können, die zu viele Patienten haben und deshalb mehr Effizienz brauchen. Gerade in Deutschland könnte dafür ein Markt bestehen.

2. Liquidität fehlt

Geld und Zeit sind die wichtigsten und knappsten Ressourcen im Startup. Der falsche Einsatz dieser Ressourcen wurde von 29% Startups als Grund zum Scheitern genannt. Oft wurde hier auch ein Zusammenhang genannt zum fehlenden Product-Market Fit und fehlgeschlagenen Pivot-Versuchen.

3. Nicht das richtige Team

Häufige post-mortem Erkenntnis von Startups war „Wir hätten viel eher (oder überhaupt) einen CTO gebraucht“ oder „Wir hätten einen CoFounder gebraucht, der nicht auch die Business-Seite liebt“. Diversität des Founder-Teams ist unglaublich wichtig: Business-Skills, Sales, Marketing, operative Umsetzung, Entwicklung, Strategie… All diese Faktoren sollten abgedeckt sein.

Fehlt ein Schlüssel-Skill, solltet ihr euch so schnell wie möglich um eine Ergänzung bemühen.

4. Nicht im Wettbewerb bestehen können

Am Anfang mag die Startup-Idee noch unique sein. Doch wenn die Idee plötzlich Traktion bekommt und bekannter wird, merken plötzlich auch eingespielte Player, dass dort Geld zu verdienen ist. Wenn man als Team dann nicht ein Auge auf diesen Wettbewerb hat und entsprechend reagieren kann, könnte es fatal werden. Für 19% der Startups in der Studie war in der Ignoranz gegenüber dem Wettbewerb das Scheitern begründet.

5. Preispunkt finden und Kosten im Zaum halten

Das eine holt Kapital rein, das andere behält möglichst viel drin. Den Preis für ein Produkt hoch genug um Kosten zu decken und trotzdem wettbewerbsfähig anzusetzen nennt CBinsights eine „dunkle Kunst“.

Dazu gehört aber auch: Passend zu einem relativ hohen Preis für den Kunden abzuliefern. Die Kunden müssen das Gefühl haben, den entsprechenden Gegenwert zu bekommen, sonst sind sie nicht lange eure Kunden.

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Artikelbild Nathan Dumlao on Unsplash