Ein Unicorn, oder auf Deutsch Einhorn – das ist ein in der Startup-Welt gar nicht mehr so seltenes Unternehmen, welches mit mindestens einer Milliarde US-Dollar bewertet wird. Die meisten ganz Großen brauchten dafür zwei bis fünf Jahre, Uber und Snapchat etwa, oder auch deutsche Einhörner wie HelloFresh und Zalando. Bei manchen ging es sogar noch wesentlich schneller. Wir stellen vier Startups vor, die weniger als ein Jahr nach dem offiziellen Launch schon Bewertungsmilliardäre waren.

Jet.com – vier Monate
Sich als Konkurrenz zu Amazon zu positionieren ist vielleicht nicht die allerbeste Idee, doch Marc Lore, Gründer von Jet.com, hat schon gute Erfahrung mit dem E-Commerce-Giganten gesammelt; 2010 konnte er sein Unternehmen Quidsi Inc., das seine Erfolgsgeschichte mit dem Vertrieb von Windeln begonnen hatte, für 545 Millionen US-Dollar an Amazon verkaufen. Mit Jet.com macht er seinem ehemaligen Geschäftspartner nun direkt Konkurrenz, und zwar mit dem simplen Versprechen, immer am billigsten zu sein. Gestartet im Juli 2015, überquerte das Startup bereits im November, also vier Monate später, die magische Millardengrenze. Allerdings war Jet.com bereits vor dem Launch mit 600 Millionen US-Dollar bewertet worden, was man aber auch erstmal hinkriegen muss.

Illumio – sechs Monate
Noch so ein Grenzfall: Streng genommen dauerte es von der Gründung an 27 Monate, bis das Unternehmen für Sicherheitssoftware seinen Einhornstatus erreichen konnte, aber 21 Monate davon verbrachte es im „Stealth Modus“, werkelte nach der allerersten Finanzierungsrunde also fast zwei Jahre vor sich hin, bis es mit seinem Produkt auf den Markt kam. Club Unicorn trat Illumio schließlich im April 2015 bei.

APUS Group – sieben Monate
Etwas zu erfinden, das die Apps auf Android-Smartphones ordnet – das klingt nach einer ziemlich guten Idee. Der „Launcher“ der im Juni 2014 gegründeten Firma APUS tut genau das und konnte bis Januar 2015 bereits 100 Millionen Anwender überall auf der Welt für sich gewinnen. Im gleichen Monat gab es auch die Milliardenbewertung. Das Unterehmen stammt übrigens aus China, einem Land in dem die Einhörner generell schnell unterwegs sind.

BeiBei – zehn Monate
Wer den Begriff BeiBei googelt, stößt zuerst auf jede Menge niedliche Bilder von einem Pandabären, denn ein Exemplar dieses Namens lebt im Zoo von Washington. Das es hier aber um Einhörner und nicht um Pandas geht, meinen wir den Onlineshop für Kindersachen, der ebenfalls BeBei heißt und, keine große Überraschung, auch aus China kommt. Ins Netz ging er im April 2014, im Januar 2015 erreichte er bereits die Milliardenbewertung.