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Das viel zitierte Internet der Dinge ist längst in unser aller Alltag eingezogen und wird weiter an Einfluss gewinnen, im Privat- wie im Berufsleben. Wie die Entwicklung bisher verlaufen ist und was uns in den nächsten Jahren voraussichtlich erwartet, veranschaulicht eine Grafik, die wir uns mal genauer angeschaut haben.

Das „Internet of Things“  (IoT) verdankt seine zunehmende Bedeutung dem rasanten Aufstieg des – logisch – Internets insgesamt. Waren im Jahr 1990 erst 300.000 Desktopcomputer mit dem Netz verbunden, stieg die Zahl bis zur Jahrtausendwende bereits auf 300 Millionen. Die wahre Revolution erfolgte allerdings erst durch die Erfindung des Smartphones. Im Jahr 2016 gab es bereits 2 Milliarden internetfähige Mobiltelefone. Für das Jahr 2020 steht die gigantische Zahl von 13 Milliarden vernetzten Haushaltsgeräten aller Art im Raum.

Die Zahl der Internet-Dinge wird in die hohen Milliarden gehen

Das ist aber längst noch nicht alles, was uns das Internet der Dinge bescheren wird: dazu kommen 3,5 Milliarden Geräte in Fahrzeugen, 411 Milliarden (!) Wearables, also smarte Kleidungsstücke und Accessoires, und unfassbare 646 Milliarden Dinge im Krankenhaus – vom Blutdruckmessgerät bis zum Heftpflaster. Damit immer noch nicht genug: In den smarten Cities wird es 2020 vermutlich 9,7 Milliarden Verbindungspunkte ins Internet geben. Dazu gehören zum Beispiel Ampelanlagen, Wasserleitungen und Wetterstationen.

Das bietet natürlich allerbeste Wachstumschancen für Unternehmen, die sich auf das Internet der Dinge einlassen.Umsätze von über 50 Milliarden Euro sind schon in wenigen Jahren möglich, wie der folgende Teil unserer Grafik illustriert:

Welche Auswirkungen wird dieser Boom voraussichtlich auf unseren Alltag haben? dazu gibt es einige Vorstellungen, hier einige der gängigsten:

  • Die Heizung stellt sich automatisch, an sobald man seinen Arbeitsplatz verlässt. Zuhause angekommen, ist es dann gemütlich warm.
  • Die aktuelle Verkehrslage beeinflusst die Ampelschaltungen. Ziel: „grüne Wellen“ für alle.
  • Ein smartes Navigationssystem kennt nicht nur den Weg, sondern zeigt auch freie Parkplätze an.
  • Pillendosen schicken Erinnerungsnachrichten, falls ein Patient vergisst, seine Medikamente einzunehmen.
  • Und der Klassiker: der Kühlschrank, der automatisch Nahrungsmittel nachbestellt. Der wartet allerdings schon lange auf seinen Durchbruch.

Das größte Potenzial liegt in der Industrie 4.0

Überhaupt wird die Bedeutung des Internets der Dinge für den Haushalt eher überschätzt, weil die Beispiele so schön griffig sind. Das ganz große Geld steckt in anderen Bereichen. Beispielsweise im schon erwähnten Gesundheitssektor oder im Ausbau der vernetzten Stadt und ihrer Infrastruktur. Und vor allem in Herstellungsprozessen in Fabriken, Stichwort Industrie 4.0. Hier reden wir von Potenzialen in Billionenhöhe, deutsche Billionen, nicht amerikanische „Billions“. Genauere Zahlen zeigt diese Grafik:

Wie können nun Unternehmen, junge wie etablierte, auch und gerade in OWL, von diesem Wachstumsmarkt profitieren? Dafür gibt es ein paar einfache Regeln:

  • Erkenne, wie die neuen Technologien Dein Geschäftsmodell bereichern können.
  • Filtere die für Deine Ziele essentiellen Informationen aus der Flut der Nachrichten und Daten heraus.
  • Öffne Deine Unternehmenskultur für neue Entwicklungen – übrigens nicht nur technologischer Art.
  • Halte Dich immer über Innovationen auf dem Laufenden und vertiefe Dein IoT-Wissen.
  • Integriere IoT-Technologien in Deine bestehenden IT-Systeme und -Prozesse.

Die Daten und Fakten sowie die optische Darstellung stammen übrigens von RS Components, einem Marktplatz für elektronische Komponenten aller Art. Wer sich die komplette Grafik mit allen Infos auf einen Blick anschauen möchte, kann das hier tun.