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Wenn ihr mit eurem Startup in internationale Gefilde aufbrechen wollt, werdet ihr schnell auf Hürden stoßen wie: Wo bekomme ich eine Adresse im entsprechenden Land? Und wie erhaöte ich eine Telefonnummer, um Kundenanfragen anzunehmen und somit Vertrauen aufzubauen?

Der Bedarf für den weltweiten Internationailsierungs-Service für Unternehmen den Clevver Mail anbietet, ist den beiden Gründern Sven Hecker und Christian Hemmrich aufgefallen, als sie für mit ihrem ersten Unternehmen www.derTaler.de internationale Märkte erschließen wollten.

tl;dr – Die wichtigsten Insights auf Speed:

  • Egal wo man in der Welt lebt: Man kann überall dort gründen, wo es einen Markt gibt
  • Seid Generalisten: Versucht immer jeden kritischen Job eures Unternehmens zu 80% selbst machen zu können, wenn es sein muss
  • Gründet nicht (nur) wegen des Geldes: In einem Corporate Job verdient ihr meist mehr, bei weniger Arbeitszeit als im Startup
  • Baut eine bodenständige Firma auf, in der ihr jeden Tag mit Spaß arbeiten geht
  • Schafft Euch digitale Kompetenz drauf, um Sales, Produkte und Mitarbeiter am anderen Ende der Welt managen zu können
  • Ein gutes Produkt verkauft sich (fast) von alleine aber ein guter Vertriebler kann auch ein schwächeres Produkt wett machen.

Von Münzen und Medaillen zum Anbieter für internationale Geschäftsadressen

Seit 2003 betreiben Sven und Christian die E-Commerce Plattform für individuell gestaltete Münzen und Medaillen derTaler.de. Zunächst ist derTaler als kleines Projekt gestartet: Mindestens einer von beiden hat parallel immer einen Corporate Job gemacht, um die Firma mit Eigenkapital am Laufen zu halten. Massiv gewachsen ist das Business seit 2011 – mittlerweile haben die beiden eine eigene Produktion mit 10 Mitarbeitern in China und beliefern auch mal Bundeswehr und Bundesregierung, wenn Menschen und Teams mit Medaillen geehrt werden sollen.

Internationalisierung derTaler

Screenshot derTaler.de

Gut laufende Geschäftsmodelle soll man expandieren und so machten sich die Gründer daran in Märkte wie UK, Frankreich, Spanien, Italien und Brasilien zu gehen. Und auch im Zeitalter der Digitalisierung stießen sie immer wieder auf drei Probleme:

  • Als Unternehmen braucht man eine Postadresse im Ausland an die Korrespondenz geschickt werden kann
  • Eine Telefonnummer für Kunden- und Lieferanten-Telefonate
  • Und ein Bankkonto für Zahlungsverkehr mit Kunden

Insbesondere letzteres bekommt man nicht ohne die ersten beiden.

Bei der Expansion von derTaler nach England fiel Chris und Sven auf: Die Verwaltung verschiedener Ansprachen von Lieferanten und Partnern war extrem zeitaufwändig. Also rechneten die beiden in zwei intensiven EXCEL-Stunden aus, wie immens der Bedarf für einen globalen Internationalisierungs-Service ist.

Also gründeten sie mit Clevver Mail kurzerhand ein weiteres Unternehmen, das diesen Bedarf erfüllen kann.

Komplett gebootstrapped, mit smartem Einsatz von Google Ads und einer Conversion, die es dem Kunden extrem einfach macht, sich zu registrieren, hat Clevver innerhalb von 6 Monaten über 6200 Kunden gewonnen. Die Preisstruktur war komplett aus der Hüfte geschossen nach dem Prinzip: Was wären wir selbst bereit, dafür zu zahlen? Durch skalierbare Preise zahlen Kunden, die den Service mehr nutzen auch angemessen höhere Preise und so wird der Missbrauch eines Pauschalangebots verhindert.

Was bietet Clevver Mail seinen Kunden bei der Internationalisierung genau?

Das Startup bietet postalische und ladungsfähige Adressen, die die gesetzlichen Bestimmungen in über 35 internationalen Standorten erfüllen. mit denen euer Unternehmen in euren Zielmärkten viel mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit entgegen gebracht wird.

Eine Agentur, die dabei unterstützt bsw. in China ein Unternehmen zu gründen kostet schnell an die 10.000 Dollar. Und selbst vergleichbare digitale Dienste wie Clevver Mail sind mit 69-99$ im Monat sehr viel teurer.

Clevver Mail kostet statt dessen erstmal: Nichts.
Die Postadresse in angesehenen Vierteln der Standorte gibt es erstmal komplett kostenlos. So können Startups ohne großes Risiko zunächst testen, wie gut bestimmte Märkte für sie passen. Gezahlt werden muss ab dem ersten angenommenen Brief. Die Briefe werden gescannt, digital zur Verfügung gestellt, damit ihr schnell reagieren könnt und das Original postalisch an eine beliebige Adresse weiter geleitet.

Zusammen mit den bald erhältlichen landestypischen Rufnummer entsteht ein internationales, digitales Büro. Der eine oder andere wird sich nun fragen, was an einer Telefonnummer bsw. so besonders ist: In vielen Ländern muss eine Stromrechnung vorgelegt werden, damit man überhaupt eine Telefonnummer erhält!

An verschiedenen Standorten bietet das Unternehmen bereits CoWorking Spaces, in denen ihr Kunden empfangen könnt, wenn ihr euch vor Ort treffen wollt. Hinzukommen sollen in Kürze auch Leistungen wie lokale Domains, Buchhaltung und Steuerdienstleistungen, sowie komplette Firmengründung vor Ort.

Internationalisierung in den USA

Besonders spannend waren die Ausführungen, wie die Unternehmen in den USA gepusht wurden. Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein: Clevver Mail quasi wettbewerbslos in Amerika und das Medaillen-Business härter umkämpft (aber auch lukrativer) als kaum sonst irgendwo. Deswegen wurde zunächst mit derTaler das US-Geschäft nur als Mitnahmeeffekt betrieben. Um dort vertreten zu sein und Erfahrungen zu sammeln, aber ohne sich wirklich drauf zu konzentrieren.

Die Erfahrungen waren dann Gold wert als, die beiden sich für Clevver Mail in den Flieger setzten und von New York aus erste Partner vor Ort auswählten und in das Unternehmen integrierten. Daraus entstand ein Expansions-Roadtrip über Kanada, Chicago, LA, San Francisco und zwei Wochen Aufenthalt im Silicon Valley bei dem neue Standorte für Clevver akquiriert wurden.

Schöne Anekdote am Rande:
Das eigentlich erste Unternehmen des Gründer-Teams war ein T-Shirt Versand für Universitäts-Shirts. Der Grund, warum wir davon in den letzten Jahren nicht viel gehört haben, ist so ehrlich wie zum schmunzeln:

„Funktionierte super in EXCEL. Aber nicht im echten Leben.“

Münzen, Medaillen und anderen Unternehmen beim Internationalisieren helfen, funktionieren sehr wohl im echten Leben, wie wir sehen.

Wie sieht es mit euren Ambitionen zur Internationalisierung aus? Diskutiert mit uns auf Facebook oder stellt Eure Fragen hier.