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Baut ihr ein Zutaten-Produkt? Also: Kann ein bestehendes Unternehmern euer Produkt einsetzen, um mehr Nutzen, Innovation, Kostenersparnis, mehr Produktivität oder Gewinn zu erzielen?

Nehmen wir zum Beispiel ein Auto. Das Auto an sich ist ein Stand-Alone Produkt. Die High-End Lautsprecher-Anlage von einem bekannten Edel-Brand sind ein Zutaten-Produkt, das sich positiv auf die Strahlkraft beider Marken auswirkt und der Endkunde erhält einen sowohl zusätzlichen ideellen Wert, als auch praktisch besseren Sound.

Als Startup seid ihr auf verschiedene Weisen für traditionelle Unternehmen interessant:

Einerseits verfügt ihr über eine gewisse Strahlkraft durch Innovation und moderne Arbeitsweisen (wie die Lautsprechermarke), mit der sich ein Traditionsunternehmen selbst moderner darstellen kann. Andererseits bietet euer Produkt eine Lösung, auf die andere Unternehmen noch nicht gekommen sind oder die sie nicht selber bauen können (wie den besser klingenden Lautsprecher auf kleinstem Raum).

Wie findet ihr nun passende, große Partnerunternehmen?

Zunächst lohnt es sich herauszufinden, welche Unternehmen in ihrer Tradition eher dazu neigen, Know-how und Zutaten für ihr Business hinzuzukaufen statt alles selber zu entwickeln. Und daraus ergibt sich Erfahrung in der Zusammenarbeit mit kleineren Unternehmen, die Zuliefern. Ob nun Maschinenteile oder SaaS Lizenzen. Und der wichtigste Punkt: Sie haben eine klare Erklärung dafür, wie ihr langfristig zusammen Geld verdienen könnt. Das bietet euch die Möglichkeit, mit euren Partnern gezielt und planbar zu wachsen.

Eine gute Quelle für diese Informationen sind zum Beispiel die Newsrooms und Pressemitteilungen der Unternehmen und auch die die der aktuellen und ehemaligen Partner. Ständige Meldungen über neue Partnerschaften ohne Erfolgsmeldungen nach einem gewissen Zeitraum geben schon Anlass zur Vorsicht. Haben die genannten Partnerunternehmen euren potenziellen Geschäftspartner auf ihren Webseiten benannt oder sogar Success-Stories und Use-Cases veröffentlicht? Oder taucht auf der Seite der kleineren Unternehmen gar keine weitere Information auf?

Bei den anderen Partnerunternehmen einmal nachfragen, wie die Zusammenarbeit gelaufen ist, kann euch einen Riesenschritt weiter bringen!

So macht ihr eine Partnerschaft erfolgreich

Unser Top-Tipp, mit dem ihr euch langfristig ein wertvolles Partnernetzwerk aufbaut lautet: Lasst eure Ansprechpartner gut aussehen! Klar, sollte die Performance und der Outcome für das Unternehmen auch passen. Aber ein oft. übersehener Punkt ist der menschliche:

Wenn ihr dafür sorgt, dass euer Ansprechpartner bei seinen Chefs gut da steht, wird er auch weiter mit euch zusammen arbeiten wollen.

  • schnelle und kompetente Informationen
  • Zugang zu neuen Funktionen
  • Einladung auf wichtige Events
  • Möglichkeit für die Partner euer Produkt besser für ihren Einsatzzweck zu machen
  • Unterstützung bieten, um wichtige KPIs zu erreichen – auch wenn sie nicht direkt mit eurem Business zusammen hängen

Solche Beziehungen sind auch und ganz besonders dann lohnend, wenn die Personen das Unternehmen einmal wechseln. So werden aus einem Ansprechpartner zwei Kunden ohne oder mit sehr niedrigen Acquisistion-Costs.

Die Antwort auf die Frage, ob ihr Zutat oder Endprodukt seid, ist vor allem dafür entscheidend, ob ihr in euren Brand einfließen lasst, dass ihr ein starker Partner seid oder ob ihr lieber Stand-alone unterwegs sein wollt.